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Weiter unter Druck

In der Europäischen Union haben die Notierungen für Jungbullen und Schlachtkühe in der Woche zum 12. Juli weiter geschwächelt. Der Durchschnittspreis für Schlachtfärsen ging in die Abwärtsbewegung über. Marktanalysten berichteten von einer verhaltenen Nachfrage nach Rindfleisch. Sie leide unter der sommerlichen Hitze, der Ferienzeit und einer gesunkenen Kaufkraft.

 

Jungbullen der Handelsklasse R3 kosteten laut Angaben der EU-Kommission im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 641,16 Euro pro 100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG); das waren 0,9% weniger als in der Vorwoche. Besonders stark rutschte die Notierung in Rumänien ab, und zwar um 7,7%. In Österreich wurden 2,4% weniger bezahlt, in Spanien 1,5% weniger. Auch in Deutschland verringerte sich der Preis um 1,5% auf nun 625,98 Euro/100 kg SG. Am freundlichsten zeigte sich der Markt in den Niederlanden. Hier gab es einen Aufschlag von 13,3%, nachdem die Notierung zuvor noch um 11,1% gefallen war. Weitere Preissteigerungen waren in der aktuellen Berichtswoche spärlich gesät und fielen zum Beispiel mit 1,2% in Irland eher gering aus. 

Schlachtkühe der Handelsklasse O3 erlösten laut den Kommissionsangaben durchschnittlich 579,31 Euro/100 kg SG und damit 1,4% weniger als zuvor. Die Spanne der Preisveränderungen in den einzelnen Ländern reichte von minus 18,6% in Estland bis plus 13,4% in Kroatien. In Österreich legte die Notierung um 2,6% zu, in Irland um 2,2%. Dagegen wurden in Dänemark, Spanien, Frankreich und den Niederlanden jeweils zwischen 0,8% und 1,3% weniger bezahlt. In Deutschland gab die Notierung um 2,6% auf 585,06 Euro/100 kg SG nach.

Der mittlere Preis für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 verringerte sich der Kommission zufolge um 0,3% auf 685,06 Euro/100 kg SG. Die meisten Länder meldeten vergleichsweise kleine Abschläge. So ließen die Preise in Frankreich, Österreich und Dänemark zwischen 0,3% und 0,6% nach. In Deutschland mussten die Landwirte eine weitere Absenkung um 2,2% auf nun 628,62 Euro/100 kg SG hinnehmen. In den Niederlanden kam es zu einem Rückgang um 3,7%. Dagegen verzeichnete Irland einen Aufschlag von 2,2%. Lettland meldete mit 30,5% die größte Preissteigerung. AgE