Skip to main content

Getreidemarkt

Euronext: Die Getreidebörsen starten heute Morgen mit einer schwächeren Tendenz in den Handel. Auslöser ist die Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Iran, die die Rohölpreise deutlich unter Druck gesetzt hat. Mit den fallenden Energiepreisen verliert insbesondere Mais Unterstützung aus dem Ethanolmarkt, während bei Weizen ein Teil der zuvor aufgebauten geopolitischen Risikoprämie wieder aus dem Markt genommen wird. Viele Marktteilnehmer nutzen die jüngsten Kursanstiege zudem für Gewinnmitnahmen.

 

An der CBOT in Chicago sowie an der Euronext in Paris überwiegen daher zunächst die negativen Vorzeichen.

 

Zum Wochenschluss sorgten die etwas schwächeren Vorgaben aus Übersee sowie die guten Aussichten aus Russland und der Ukraine für weitere Verluste beim EU-Weizen. Die Kurse gaben bis zu -2,75 €/t nach und beendeten die Handelswoche zwischen 200,75 und 215,75 €/to.

 

Laut den Experten von FranceAgriMer haben sich die französischen Weichweizenbestände etwas erholt und der Zustand in den besten Kategorien wurde um +1% auf 77% angehoben.

 

Auch bei den Euronext-Maisnotierungen gaben die Notierungen weiter nach und der Frontmonat schloss mit 212,75 €/to (-2,50). Die Schlusskurse für die Termine der neuen Ernte lagen in einer Bandbreite von 204,00 und 221,00 €/to.

 

Zum Wochenende gaben die Weizennotierungen an den US-Börsen nach und an der CBoT schloss der Julitermin mit 584,50 US-Cent/Bushel (-2,25). Auch in Kansas gaben die Kurse, trotz der schlechten Bestandsbewertung, leicht nach und der gleiche Termin verlor -0,35 auf 634,40 US-Cent/Bushel.

 

Die irakische Regierung will genauso wie die ägyptische Regierung die eigene Landwirtschaft stärken und sich unabhängiger von Importen machen. Aus diesem Grund wurden bislang 3,2 Mio. to Weizen aus der eigenen Produktion gekauft. Schätzungen zufolge soll die Weizenernte in diesem Jahr auf fünf Mio. to. kommen und den Berichten zufolge wurde bis zum Ende der aktuellen Vermarktungssaison ein Importstopp für Weizen verhängt. Im letzten Jahr wurden zwischen 2,1 und 2,4 Mio. to an Weizen importiert.

ZMP