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Preise gehen in alle Richtungen

Auf dem europäischen Schlachtrindermarkt haben die Preise auch zuletzt keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Die Notierung für Jungbullen setzte ihre Aufwärtsbewegung in der Woche zum 9. August fort. Derweil blieb der Durchschnittspreis für Schlachtfärsen stehen, während Schlachtkühe abermals weniger kosteten.

 

Konkret stieg der mittlere Preis für Jungbullen der Handelsklasse R3 laut Angaben der EU-Kommission in der Berichtswoche um 0,4% auf 635,08 Euro pro 100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG). Den mit 4,0% größten Aufschlag meldete Spanien, gefolgt von Polen mit 3,7%. In Österreich und Dänemark legten die Notierungen um jeweils 1,0% zu, in Deutschland um 0,1% auf 629,18 Euro/100 kg SG. Derweil wurden in Frankreich 1,3% weniger und in Irland 1,6% weniger gezahlt. Den mit 8,2% kräftigsten Preisrückgang mussten die Landwirte in Bulgarien hinnehmen.

 

Der Durchschnittspreis für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 sank laut den Kommissionsangaben um 0,8% auf 543,44 Euro/100 kg SG. Auch hier verzeichnete Bulgarien die schwächste Preisentwicklung, mit einem Abschlag von 7,9%. In den großen Erzeugerländern stand bei der Veränderungsrate der Notierungen ebenfalls meist ein Minus davor. In Österreich gab es 5,5%, in Irland 1,7% und in Frankreich 1,2% weniger. Verkäufer in Deutschland bekamen 522,02 Euro/100 kg SG; womit der Vorwochenwert um 0,8% verfehlt wurde. In Spanien und Belgien ließen die Notierungen jeweils um 0,6% nach, während in Polen 0,7% mehr auf den Tisch gelegt wurde. Damit registrierte Polen den europaweit drittgrößten Aufschlag, hinter Schweden mit plus 1,3% und Estland mit plus 9,0%.

 

Der Durchschnittspreis für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 ging der Kommission zufolge bei 669,54 Euro/100 kg SG seitwärts. Die Spanne der Veränderungen in den einzelnen Ländern reichte von plus 2,1% in Polen bis minus 8,6% in Lettland. In Irland verringerte sich der Preis um 1,5%, in Belgien um 0,7%. In Deutschland blieb die Notierung bei 608,92 Euro/100 kg SG unverändert. Auch in Frankreich brachte die Berichtswoche keine nennenswerte Preisänderung. Unterdessen wurden Schlachtfärsen der Handelsklasse R in Österreich um 0,6% und in Dänemark um 0,8% teurer. Die Landwirte in Spanien und Polen konnten sich über Preissteigerungen um 1,8% und 2,1% freuen. AgE