Lebensmittelpreise steigen moderat
Die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland sind im Juli 2026 weiter gestiegen, wenn auch nur unterdurchschnittlich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mussten die Verbraucher für ihre Ernährung 0,4% mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Bereits im Mai und Juni war im Lebensmittelsegment ein Anstieg in dieser Größenordnung gemessen worden.
Teurer waren im Juli 2026 laut Destatis unter anderem Fleisch und Fleischwaren; für diese waren 1,9% mehr zu zahlen als vor Jahresfrist. Vor allem für Rind- und Kalbfleisch mussten die Käufer tiefer in die Tasche greifen; hier legten die Preise um 7,2% zu. Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren kosteten 4,0% mehr als im Vorjahresmonat.
Deutlich günstiger waren hingegen Speisefette und Speiseöle zu haben; sie verbilligten sich gegenüber Juli 2025 um 15,3%. Der Preis für Butter lag sogar um 30,1% unter dem Vergleichsniveau. Für Molkereiprodukte waren 5,9% weniger zu zahlen.
Die Gesamtinflationsrate in Deutschland hat im Juli wieder zugelegt. Destatis weist einen Wert von 2,8% aus; im Juni waren es 2,3% und im Mai 2,6%. Im April hatte die Teuerungsrate mit 2,9% zuletzt etwas höher gelegen. Zentrale Preistreiber waren im Juli erneut die Energiepreise, die sich weiterhin überdurchschnittlich verteuerten. Hier schlugen insbesondere die Preise für Kraftstoffe zu Buche, da gleichzeitig zum Ölpreisanstieg infolge des anhaltenden Irankrieges der staatliche Tankrabatt am 30. Juni endete. AgE
