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Dürre und Krisen sorgen für Anstieg

Wetterextreme, teure Energie und geopolitische Krisenherde haben den Lebensmittelpreisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) im Juli leicht nach oben getrieben. Der Gesamtindex erreichte im Durchschnitt 131,1 Punkte und lag damit 0,6% über dem Wert des Vormonats, war aber 1,0% höher als im Juli 2025. Allerdings fiel die Entwicklung in den einzelnen Produktsegmenten unterschiedlich aus. Während es bei den Indexwerten für Getreide, Pflanzenöle und Zucker Zuwächse gab, ging es bei Fleisch- und Milchprodukten nach unten.

 

Der FAO-Getreidepreisindex erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 3,4% auf 113,8 Punkte, womit das Vorjahresniveau um 6,9% übertroffen wurde. Sorgen über anhaltende Störungen der Exportwege über das Schwarze Meer, Schäden an den Exportterminals und die Auswirkungen der jüngsten Hitzewellen auf die Ernteerträge in mehreren wichtigen Produktionsländern ließen die globalen Weizenpreise im Vergleich zum Vormonat im Schnitt um 5,8% steigen. Bei Mais legte der Preis um 3,6% zu, auch getrieben durch Bedenken über heißes und trockenes Wetter in Teilen des US-Maisgürtels.

 

Teure Energie treibt Pflanzenölpreis

Um 2% ging es mit dem Pflanzenölpreisindex nach oben. Damit erreichte er den höchsten Stand seit Juni 2022. Die internationalen Preise für Palmöl legten zu, gestützt durch eine starke Nachfrage aus dem indonesischen Biodieselsektor und höhere Rohölpreise. Auch die Sojaölpreise erhöhten sich, vor allem wegen einer anhaltend starker Nachfrage nach Rohstoffen in den USA. Bei Sonnenblumen- und Rapsöl sanken hingegen die Preise.

 

Beim Zuckerpreisindex berechnete die FAO ein Plus von 5,6%. Ausschlaggebend waren Zweifel an den Produktionsaussichten wegen der Hitze und Trockenheit in der EU und den El-Niño-bedingten Wetterbedingungen in wichtigen Produktionsländern Asiens. Die Erwartungen an eine stärkere Nachfrage nach Ethanol in Brasilien nach einer vorübergehenden Erhöhung der verpflichtenden Ethanolmischung im Benzin stützten den Zuckerpreis ebenfalls. Das wurde jedoch teilweise durch verbesserte Erntebedingungen in Brasiliens wichtigen Anbauregionen kompensiert.

 

Schweine- und Rindfleisch günstiger

Abwärts ging es im Juli mit dem Fleischpreisindex, der seinen ersten monatlichen Rückgang in diesem Jahr markierte; er gab gegenüber Juni um 2,8% nach. Dafür sorgte unter anderem ein Minus bei Schweinefleisch, angetrieben durch reichliche Vorräte in der EU und eine gedämpfte weltweite Nachfrage. Auf der anderen Seite begrenzten hohe Sommertemperaturen das Tierwachstum und boten eine gewisse Preisstützung. Auch die Rinderfleischpreise fielen ab, was die FAO auf eine schwächere Importnachfrage aus Asien zurückführt.

 

Der FAO-Milchpreisindex sank im Juli um 0,7%. Der Rückgang spiegelt niedrigere Preise für Butter und Milchpulver wider, die von einer moderaten Erholung der Käsepreise mehr als ausgeglichen wurde. AgE