Keine Belebung in Sicht
Auf den Schlachtschweinemärkten in Europa gibt es weiterhin wenig Bewegung. In Deutschland hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Leitpreis für Schlachtschweine am Mittwoch (3.6.) erneut bei 1,60 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG) belassen. Am Markt für Schlachtsauen üben einzelne Schlachtunternehmen laut VEZG zwar weiterhin Preisdruck aus, insgesamt bleibt das Preisniveau zur neuen Schlachtwoche jedoch unverändert. Anders verhält es sich bei Ferkeln: Der Ferkelpreis wurde am Freitag auf 48,00 Euro je Tier gesenkt.
Schlachtunternehmen drängen auf Preisabschläge
Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) fordern zahlreiche Schlachtunternehmen Preisabschläge, um weitere Kürzungen der Schlachtzahlen zu vermeiden. Gleichzeitig habe der Lebensmitteleinzelhandel in dieser Woche verstärkt Sonderaktionen für Schweinefleisch gestartet. Die verfügbaren Mengen reichen laut AMI jedoch aus, um die Nachfrage problemlos zu decken.
Auch der Österreichische Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) hielt seine Notierung am Mittwoch unverändert bei 1,62 Euro je Kilogramm SG.
Kaum Bewegung in Dänemark, Belgien und Frankreich
In Belgien senkte die Danis-Gruppe ihren Preis in der laufenden Woche um weitere 3 Cent auf 1,18 Euro je Kilogramm Lebendgewicht (LG), nachdem bereits in der Vorwoche ein Rückgang um 2 Cent verzeichnet worden war.
Der dänische Schlachtkonzern Danish Crown zahlt derzeit umgerechnet 1,29 Euro je Kilogramm SG und beließ seine Notierung auch für die Kalenderwoche 23 auf diesem Niveau.
Nur geringe Veränderungen gab es in Frankreich. Am Marché du Porc Français stiegen die Preise für Schlachtschweine minimal auf 1,434 Euro/ kg SG.
Leichter Preisanstieg in Spanien
In Italien setzte sich der seit Wochen anhaltende Preisrückgang weiter fort. Frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 138 bis 156 Kilogramm werden derzeit für 1,330 Euro je Kilogramm LG gehandelt, nach 1,335 Euro in der Vorwoche. Auch Vertragsschweine derselben Gewichtsklasse verbilligten sich um 0,5 Cent auf nun 1,456 Euro je Kilogramm LG.
Spanien verzeichnete dagegen erneut steigende Preise. An der Agrarbörse von Bellpuig westlich von Barcelona werden in dieser Woche 1,29 Euro je Kilogramm LG gezahlt. Das entspricht einem Plus von 1,5 Cent gegenüber der Vorwoche.
EU-Durchschnittspreis zieht an
Auf EU-Ebene haben die Schweinepreise zuletzt leicht angezogen. In der Woche zum 31. Mai wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E in den meldenden Mitgliedstaaten laut Angaben der EU-Kommission durchschnittlich für 160,32 Euro/100 kg SG gehandelt. Gegenüber der Vorwoche entsprach das einem Anstieg von 0,25%. Das Niveau des Vorjahres wurde allerdings weiterhin deutlich um 24,4% unterschritten.
Die Preisveränderungen in den einzelnen Mitgliedstaaten fielen insgesamt vergleichsweise moderat aus. Den stärksten Rückgang verzeichnete Lettland mit einem Minus von 4,2%. In Litauen gaben die Preise um 2,9% nach, in Rumänien um 1,5%. In Deutschland legten die Schweinepreise hingegen leicht zu: Hierzulande wurde ein Anstieg von 0,7% gegenüber der Vorwoche gemeldet. AgE
