Getreidemarkt und Ölsaatenmarkt
Zum Start in den November gab es bei den Weizennotierungen in Paris keine eindeutige Richtung. Der Frontmonat notierte am Tagesende mit 228,25 Euro/to (+0,25) während die beiden nachfolgenden Termine mit einem Schlusskurs von jeweils 227,25 Euro/to schwächer schlossen. Die Maiskurse an der Matif starteten im roten Berich in den November. Der am meisten gehandelte Märztermin verlor 2,50 auf 256,25 Euro/to und die späteren Futures notierten mit 253,50 bzw. 252,75 Euro/to.
In Übersee legten die US-Weizenbörsen zum Monatsbeginn etwas zu. An der CBoT notierte der Dezembertermin ein Plus von 3,00 auf 606,50 US-Cent/bushel. In Kansas legte der gleiche Termin 1,75 auf 646,00 US-Cent/bushel zu. Die wöchentlichen US-Weizenexportverladungen lagen mit rund 75.400 to deutlich unter den Schätzungen im Vorfeld und gleichzeitig der niedrigste wöchentliche Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 1983. Im Vergleich zur Vorwoche war das ein Minus von über 41 Prozent und zum Vorjahr ein Rückstand von 78,5 Prozent. Trotz dieser schwachen Woche summieren sich die gesamten Verladungen bislang auf 7,53 Mio. to, ein Plus von 36,3 Prozent zum Vorjahr. In einer ersten Schätzung hat das US-Agrarministerium 44 Prozent der US-Winterweizenbestände in die besten Kategorien bewertet. Die im Vorfeld befragten Analysten lagen im Schnitt bei 50 Prozent. Beim US-Mais konnten in der letzten Woche knapp 885.000 to verladen werden und das ist im Vergleich zur Vorwoche ein Anstieg von rund 39 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 1,71 Mio. to und auch die kumulierten Verladungen erreichen mit aktuell rund 10,7 Mio. to nicht das Vorjahresergebnis von 12,3 Mio. to.
EU-Rapssaatfutures schließen schwächer
Im Sog der deutlich nachgebenden Roh- und Pflanzenölmärkte starteten auch die EU-Rapssaatfutures sichtbar schwächer in die neue Handelswoche. Der führende Februar-Kontrakt 2027 fiel an der Euronext um 9,25 Euro/t auf 546,00 Euro/t. Die nachfolgenden Liefertermine notierten zwischen 5,50 und 8,00 Euro/t unter dem Vortagsschluss. US-Präsident Donald Trump schickte die Rohölmärkte gestern auf Talfahrt, indem er von einem allgemein erwarteten gezielten Militärschlag gegen den Iran erstmal Abstand nahm, um auf eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts zu setzen. Die kanadischen Canola-Futures konnten die "bärischen" Vorgaben des Ölsektors und US-Sojakomplexes über eine gute Endverbrauchernachfrage und abnehmende Verkaufsaktivitäten seitens der Farmer größtenteils neutralisieren. Der Frontmonat Januar 2027 beendete die ICE-Sitzung sogar mit einem kleinen Plus von 0,40 Can-$/t und notierte bei 788,40 Can-$/t.
Sojaprodukte geraten über kräftige Abwärtskorrektur der Rohölmärkte unter Druck
Zum Wochenstart sorgte die Aussage Donald Trumps vorerst auf eine diplomatische Lösung des Iran-Konfliktes zu setzen für einen "Paukenschlag" und setzte so den Rohölsektor stark unter Druck, welcher dann auch den US-Sojakomplex sichtbar belastete. Die Fondsgesellschaften bauten weitere Long-Positionen ab und zogen die Notierungen entsprechend deutlich nach unten. Die US-Sojabohnenexporte der laufenden Saison bleiben mit summierten 12,2 Mo.t weiterhin sehr erfreulich und liegen aktuell 56 Prozent über dem Vorjahreszeitpunkt.
ZMP
