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Getreideernte auf Rekordniveau

Die Türkei hat in diesem Jahr bei Getreide eine Rekordernte eingefahren. Nach Angaben des türkischen Statistikamtes lag die Gesamtmenge bei rund 44,8 Mio. Tonnen; das waren 10,5 Mio. Tonnen oder 30% mehr als 2025. Ausschlaggebend dafür war vor allem ein hohes Aufkommen an Weizen und Gerste, während das Maisaufkommen unter dem Vorjahreswert liegt.

 

Die Weizenproduktion wird von den Statistikern auf 24,75 Mio. Tonnen geschätzt, womit die Vorjahresmenge um 6,8 Mio. Tonnen übertroffen würde. An Gerste wurden 10 Mio. Tonnen eingebracht, was eine Steigerung um 4 Mio. Tonnen bedeutet. Kleiner als 2025 ist die Maisernte ausgefallen; hier verringerte sich die Produktionsmenge um 400.000 auf 8,1 Mio. Tonnen.

 

Laut der Plattform Ukragroconsult liegen die offiziellen türkischen Angaben deutlich über den jüngsten Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA). Die US-Experten waren zuletzt von einer Weizenernte von 23 Mio. Tonnen, einer Gerstenernte von 8,8 Mio. Tonnen sowie einer Maisproduktion von 7,4 Mio. Tonnen ausgegangen. Die Differenzen sorgen für Unsicherheit hinsichtlich des tatsächlichen Angebots und der weiteren Marktentwicklung.

 

Weiterhin hoher Maisbedarf

 

Das hohe Getreideaufkommen dürfte den Einfuhrbedarf der Türkei erheblich senken. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die Rekordernte die Versorgung des heimischen Marktes deutlich verbessern und gleichzeitig den Druck auf die internationalen Beschaffungsmärkte verringern wird. Das USDA hatte nach Angaben von Ukragroconsult in älteren Prognosen einen Rückgang der Weizeneinfuhren von 6,3 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 4,5 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2026/27 prognostiziert.

 

Bei Gerste wurde vom US-Agrarressort ein Rückgang von 1,4 Mio. Tonnen auf nurmehr 150.000 Tonnen erwartet. Zuletzt hatte das USDA türkische Weizenimporte in Höhe von 2,8 Mio. Tonnen in Aussicht gestellt. Bei Mais wird jedoch weiterhin mit einem vergleichsweise hohen Importbedarf von rund 4,8 Mio. Tonnen gerechnet. AgE