Globale Anbaufläche ausgedehnt
Laut jüngster Schätzung des Internationalen Getreiderats (IGC) beläuft sich die weltweite Anbaufläche für Raps zur Vermarktung 2026/27 auf 44,1 Mio. Hektar. Das wären runde 200.000 Hektar mehr als in der laufenden Kampagne. Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) am Mittwoch (26.11.) weiter mitteilte, wird in den wichtigsten Exportländern zur nächsten Ernte ein kleiner Rückgang der Anbaufläche erwartet, während sie in anderen Regionen, vor allem in Asien, voraussichtlich moderat zulegen soll.
Für die EU-27 rechnet der IGC für die Vermarktungskampagne 2026/27 laut der UFOP mit einer stabilen Anbaufläche von 6,1 Mio. Hektar. Allerdings könnte die ertragsstarke Ernte 2025 vor allem im Südosten der EU die Landwirte dazu bewegt haben, ihre Rapsflächen zur Ernte 2026 auszudehnen. Die UFOP hat bei diesen Überlegungen vor allem Rumänien im Blick. In anderen EU-Mitgliedsstaaten wird hingegen ein leichtes Minus prognostiziert. Auch in Russland soll die Rapsfläche mit voraussichtlich 3,0 Mio. Hektar auf dem Vorjahresniveau bleiben, nachdem sie zur Ernte 2025 deutlich ausgeweitet worden war. In der Ukraine hingegen dürfte sie nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) um etwa 100.000 Hektar auf 1,3 Mio. Hektar sinken.
Für die weltweit größten Exporteure Kanada und Australien sind die Vorhersagen laut UFOP noch vage, da die Aussaat für die Vermarktung 2026/27 erst in einigen Monaten anläuft. Aufgrund der erwarteten regen internationalen Nachfrage dürfte die Anbaufläche in Kanada mit 8,7 Mio. Hektar in etwa dem Durchschnitt entsprechen. Für Australien werden wie im Jahr davor 3,4 Mio. Hektar erwartet.
Der an der Matif in Paris gehandelte vordere Februar-Raps kostete am Donnerstag (27.11.) gegen 14:00 glatt 485 Euro/t. Die vor allem psychologisch wichtige 500-Euro-Marke kommt bei dieser Laufzeit also wieder in Reichweite. Neue Ernte, konkret, der August 2026-Kontrakt, wird zum Frontmonat mit einem Abschlag von rund 18 Euro/t bewertet. AgE



