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EU-Rapsimporte deutlich gesunken

Die EU-Staaten haben in den ersten drei Monaten des neuen Wirtschaftsjahres 2026/27 weniger Raps importiert als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) lagen die Einfuhren im Zeitraum 1. Juli bis 27. September mit rund 871.500 Tonnen um 14% unter der Gesamtmenge der Vergleichsperiode.

 

Wichtigster Lieferant war einmal mehr die Ukraine. Obwohl dort die Rapsernte 2026 größer ausfiel als im Vorjahr, blieben die Lieferungen in die EU mit 336.000 Tonnen deutlich hinter den 600.000 Tonnen des Vorjahresquartals zurück. Dies führt die UFOP vor allem auf die massiven Exportprobleme der Ukraine zurück, vor allem bei der Verschiffung.

 

Auf Platz zwei der EU-Rapslieferanten steht Australien mit 185.100 Tonnen; das waren 35% mehr als im Vorjahreszeitraum. Dahinter folgt Kanada, das 121.700 Tonnen Raps in die EU-Länder exportierte. Für Kanada ist dies ein großer Erfolg; im Vorjahreszeitraum war das Land noch gar nicht nennenswert als Rapslieferant der Europäer aufgetreten.

 

Öl vorwiegend für Biokraftstoffe

 

Die Förderunion nennt als wichtigste Gründe für die Entwicklungen die logistischen Engpässe der Ukraine, den Handelskonflikt mit China und drastisch gestiegene Frachtraten bei Importen aus Australien. Allerdings sei zu bedenken, dass kanadischer Raps aufgrund seiner GVO-Sorten nicht uneingeschränkt in der EU verwertbar sei. Deshalb finde das daraus hergestellte Öl vor allem auf dem Biokraftstoffmarkt Verwendung.

 

Laut UFOP wird Kanadas Landwirtschaft vor diesem Hintergrund stärker in die EU-Zertifizierungsvorschriften eingebunden. Darauf habe sich die Regierung des Landes offenbar vorausschauend eingestellt, denn Kanada habe zu den ersten Ländern gehört, deren aktualisierte NUTS2-Gebietswerte für Raps für die Treibhausgas-Berechnung in der Verarbeitungskette von der EU-Kommission anerkannt worden seien. AgE