Winterruhe an der Börse Kempten
Keine Bewegung hat es zuletzt bei den Butternotierungen an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten gegeben. Am Mittwoch (14.1.) stand das Preisband für Blockbutter unverändert bei 4,10 bis 4,50 Euro/kg. Kontraktgebundene Päckchenbutter wurde weiterhin in der Spanne von 3,65 bis 4,85 Euro/kg gehandelt.
Die Käsenotierung in Kempten kam ebenfalls nicht vom Fleck. Für Emmentaler und Viereckhartkäse waren wie in der Vorwoche 5,20 bis 6,70 Euro/kg zu zahlen. Für Allgäuer Emmentaler wurde keine Preisfestsetzung vorgenommen. Wie eingefroren waren auch die Käsenotierungen in Hannover. Analog zur Vorwoche gingen Gouda und Edamer als Brotware für 3,15 bis 3,60 Euro/kg in den Handel. Gouda und Edamer als Blockware kosteten 3,05 bis 3,40 Euro/kg.
Nur geringe Veränderungen waren bei den Milchpulvernotierungen für den deutschen Großhandel zu verzeichnen. Die Preisspanne für Magermilchpulver in Futtermittelqualität wurde am unteren Ende um 2 Cent nach oben gesetzt, am oberen um 3 Cent. Damit ergab sich ein Preisband von 1,82 bis 1,85 Euro/kg. Die Notierung für Ware in Nahrungsmittelqualität umfasste die Spanne von 2,02 bis 2,15 Euro/kg. Der untere Wert wurde um 7 Cent angehoben, während am anderen Ende ein Zuschlag um 2 Cent erfolgte. Vollmilchpulver kostete wie in der Vorwoche 2,95 bis 3,08 Euro/kg.
Kieler Rohstoffwert im Sinkflug
Der Kieler Rohstoffwert (KRW), der vom Institut für Ernährungswirtschaft (ife) der Uni Kiel monatlich aus den Notierungswerten an der Börse Kempten berechnet wird, sank im Dezember 2025 gegenüber dem Vormonat um 4,9 Cent beziehungsweise 14% auf 30,8 Cent je kg Milch. Damit markierte der Rohstoffwert seinen tiefsten Stand seit August 2020. Im Verlauf des Jahres 2025 kannte der Rohstoffwert nur eine Richtung er ging kontinuierlich nach unten. Im Vergleich zu Januar hat der Dezemberwert kräftig um 23,9 Cent beziehungsweise rund 44% nachgegeben.
Laut Darstellung des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) setzte die bundesweite Milchanlieferung zu Beginn des neuen Jahres ihren saisonalen Anstieg fort. Bereits seit August 2025 bewege sich das Milchaufkommen auf einem hohen Niveau. Zudem sei das für die Jahreszeit übliche Anlieferungstief im November ausgeblieben. Obwohl die Milchanlieferungen durch die jüngste Kältewelle etwas gedämpft worden seien, hätten die Molkereien Anfang Januar fast 6% mehr Milch erfasst als in der ersten Kalenderwoche 2025. AgE



