Weiterhin im Sinkflug
Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse haben sich im Dezember weiter nach unten bewegt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) meldet einen Gesamtpreisindex von 126,4 Punkten; das waren 0,6% weniger als im November, während der Wert des Vorjahresmonats um 2,3% unterschritten wurde. Für das Gesamtjahr 2025 gibt die FAO einen Durchschnittsindex von 127,2 Punkten an; der Vergleichswert des Jahres 2024 wurde damit um 4,3% übertroffen. Allerdings lag der Index im Dezember 2025 noch immer rund 22% unter seinem im März 2022 erreichten Höchststand.
Laut FAO gaben die Preise für Milchprodukte, Fleisch und Pflanzenöl im Dezember nach. Dies konnte durch Preiserhöhungen bei Getreide und Zucker nicht ausgeglichen werden. Der Getreidepreisindex erhöhte sich im Vergleich zum November um 1,7%, unter anderem bedingt durch eine starke Nachfrage nach Mais und eine hohe Ethanolproduktion sowohl in Brasilien als auch in den USA. Im Gesamtjahr 2025 lag der Getreidepreisindex im Durchschnitt 4,9% unter dem Niveau von 2024; das war der dritte jährliche Rückgang in Folge und der niedrigste Jahresdurchschnitt seit 2020.
Der FAO-Zuckerpreisindex stieg im Dezember nach drei aufeinanderfolgenden monatlichen Rückgängen wieder, und zwar um 2,4%. Dieser Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus einem deutlichen Rückgang der Zuckerproduktion in den wichtigsten südlichen Anbauregionen Brasiliens. Hoffnungen auf ausreichende globale Zuckervorräte in der aktuellen Saison - unterstützt durch gute Erntefortschritte und günstige Produktionsaussichten in Indien - begrenzten jedoch den Aufwärtsdruck auf die Weltmarktpreise. Der Dezember-Index bewegte sich um 24% unter dem Niveau des Vorjahresmonats, während der Jahresdurchschnitt 2025 die Vorjahreslinie um 17% verfehlte.
Der FAO-Fleischpreisindex sank um 1,3%, blieb aber 3,4% über dem Wert von Dezember 2024. Die Preise schwächelten in allen Fleischkategorien, insbesondere bei Rindern und Geflügel. Der Jahresdurchschnitt 2025 übertraf den Vorjahreswert um 5,1%. Dies ist der FAO zufolge auf eine starke globale Importnachfrage und eine erhöhte Marktunsicherheit im Zusammenhang mit dem Ausbruch von Tierkrankheiten und den geopolitischen Spannungen zurückzuführen. Die weltweiten Preise für Rind- und Schaffleisch stiegen im Jahresvergleich aufgrund einer starken Importnachfrage und begrenzter Exportverfügbarkeit stark an. Mit den Preisen für Schweinefleisch ging es 2025 hingegen nach unten.
Der FAO-Milchpreisindex fiel im Vergleich zum November um 4,4%, wofür vor allem stark sinkende Butterpreise verantwortlich waren. Bedingt war dies insbesondere durch ausgeweitete Lagerbestände nach einer hohen Produktion Anfang des Jahres. Trotz der jüngsten Rückgänge lag der Index im Jahresschnitt 13,2% über dem Vorjahreswert, was die starken Preissteigerungen in der ersten Jahreshälfte widerspiegelt.
Der FAO-Pflanzenölpreisindex gab im Dezember leicht um 0,2% nach und erreichte ein Sechsmonatstief. Die Rückgänge der Weltmarktpreise für Soja-, Raps- und Sonnenblumenöle wurden durch einen Anstieg der Palmölpreise mehr als ausgeglichen. Die globalen Sojaölpreise sanken aufgrund reichlicher Exportlieferungen aus Amerika, während größere Rapsaufkommen in Australien und Kanada den Rapsmarkt nach unten unter Druck setzten. Im Jahresvergleich steht der Pflanzenölindex gut da; der Jahresdurchschnitt 2024 wurde um 17,1% übertroffen. Zugleich wurde ein Dreijahreshoch markiert. AgE



