Weniger Getreide vermahlen
Deutschlands Mühlen haben im Wirtschaftsjahr 2025/26 weniger Getreide vermahlen als im Vorjahr. Die Gesamtmenge sank nach Angaben des Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) gegenüber dem Vorjahr um rund 2% auf 9,2 Mio. Tonnen. Die Mühlen produzierten aus diesem Getreide 7,4 Mio. Tonnen Mehl, Schrot, Gries und Dunst. Hauptrohstoff war mit 7,8 Mio. Tonnen Weichweizen, dessen Verwendung im Vorjahresvergleich um 2,5% zurückging.
Vermahlen wurden außerdem 590.000 Tonnen Roggen, womit der Vergleichswert um 1% unterschritten wurde. Ebenfalls kleiner war die Menge an Hartweizen, die in die Verarbeitung ging; diese sank um 3% auf 451.500 Tonnen. Gestiegen ist hingegen die Vermahlung von Dinkel, und zwar um etwa 9,5% auf 392.500 Tonnen; das ist ein neuer Höchstwert.
Bezogen auf die Gesamtvermahlungsmenge war Weichweizen 2025/26 mit etwa 85% mit weitem Abstand das wichtigste Getreide. Auf Roggen entfielen 6%, auf Hartweizen 5% und auf Dinkel 4%.
Gesunken ist laut BZL im Vorjahresvergleich die durchschnittliche Vermahlung der Brotgetreidearten Weichweizen und Roggen; diese sank von 50.417 auf 49.812 Tonnen je Betrieb. Die Zahl der meldepflichtigen Mühlen über der Meldegrenze von 1.000 Tonnen Jahresverarbeitung verringerte sich um zwei auf nunmehr 168 Betriebe. Im Jahr 2019/20 waren bundesweit noch 187 Mühlen tätig. AgE
