VEZG-Preis fällt auf 1,32 Euro
Der Schweinepreis in Deutschland fällt von bereits niedrigem Niveau aus weiter. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) senkte ihre Notierung am Mittwoch (28.10.) um weitere 8 Cent auf 1,32 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG). Sie begründete den Schritt damit, dass das derzeit "umfangreiche" Angebot an Schlachtschweinen die Nachfrage übersteige. Zumindest der Preis für Ferkel blieb vorerst unverändert bei 28 Euro je Tier.
In der Branche dürfte bereits mit einem weiteren Rückgang gerechnet worden sein; jedenfalls war dies am Rande des Veredelungstages des Deutschen Bauernverbandes (DBV) am Dienstag (27.10.) Thema. Trotzdem erhöht der neue Abschlag den ohnehin massiven Druck auf die Schweinehalter, die schon beim vorherigen Preis von 1,40 Euro/kg SG rote Zahlen geschrieben haben.
Sabet fordert Sonderprogramm Sauenhaltung
DBV-Generalsekretärin Stefanie Sabet forderte im bayerischen Essenbach vor mehr als 500 Landwirtinnen und Landwirten ein nationales Sonderprogramm für die Sauenhaltung. Zudem müsse die Politik garantieren, dass die fast 1.000 Anträge im Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung über 2028 hinaus verlässlich finanziert würden.
Rainer: Keine Zusage für Sauenprogramm
In diesem Punkt konnte der zum Veredelungstag zugeschaltete Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zwar teilweise beruhigen. Er stehe im Wort und wolle alle Anträge finanzieren, bekräftigte der CSU-Politiker seine bereits bei der Agrarministerkonferenz (AMK) Ende September in Würzburg geäußerte Position.
Gleichzeitig verwies Rainer auf die angespannte Haushaltslage. Ob er unter diesen Vorzeichen das von der Branche geforderte 200 Mio. Euro schwere Sonderprogramm für Sauenhalter ermöglichen könne, "kann und will ich nicht versprechen", sagte er.
Stattdessen verwies der Minister auf bereits laufende Entlastungen für die Branche, darunter das Liquiditätsprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Mit dem Bundesfinanzministerium (BMF) sei man im Austausch, um schnellstmöglich ein zweites Liquiditätsprogramm aufzulegen. Zudem setze er sich beim BMF dafür ein, die steuerliche Risikoausgleichsrücklage einzuführen. AgE
