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Im Süden sinkt der Preis weiter

In den EU-Erzeugerländern Deutschland, Österreich und Belgien haben sich die Preise für Schlachtschweine zuletzt stabilisiert. Auch in Dänemark gab es keine Veränderungen gegenüber der Vorwoche. In Frankreich, Spanien und Italien ging es hingegen erneut bergab. Die Märkte bleiben insgesamt von einem Angebotsüberhang und starkem Preisdruck geprägt, und der EU-Durchschnittspreis fällt weiter.

 

In Deutschland beließ die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) den Leitpreis am Mittwoch (21.10.) bei 1,40 Euro/kg Schlachtgewicht (SG). Das Angebot sei bedarfsdeckend, fließe aber weitgehend ab, so die VEZG. Der Ferkelpreis sank gegenüber der Vorwoche um 2 Euro auf 28 Euro je Tier.

 

Auch in Österreich blieb der Preis für Mastschweine unverändert. Die Notierung des Verbandes landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) verharrte bei 1,43 Euro/kg SG. Der VLV beschreibt die Lage als schwierig. Zwar sei der Preisabstand zu Deutschland kleiner geworden, doch seien weder Landwirte noch Schlachtbetriebe zufrieden. Die Zahl schlachtreifer Schweine steige von Woche zu Woche. Unklar sei, wann die Verarbeitungsindustrie das übermäßige Angebot endlich aufnehme.

 

Auch Belgien und Dänemark stabil

 

In Belgien zahlt die Danis-Gruppe weiterhin 1,05 Euro/kg Lebendgewicht (LG). In Dänemark bleibt der Preis ebenfalls unverändert. Danish Crown (DC) hatte in der Vorwoche, als viele andere Länder die Preise senkten, erklärt, die Abschläge abfedern zu können. Dabei bleibt es auch in der 44. Kalenderwoche: Der Preis liegt umgerechnet bei 1,00 Euro/kg SG. DC verweist auf anhaltenden Preisdruck in Europa und auf den wichtigsten Exportmärkten, der zu Preissenkungen geführt habe.

 

Preise in Südeuropa fallen weiter

 

Die Mäster in den südlicheren Erzeugerländern mussten dagegen Abschläge hinnehmen. Am Marché du Porc Français gab die Notierung erneut nach, um 6 Cent auf 1,562 Euro/kg SG. In Spanien wurden Schlachtschweine an der Agrarbörse in Bellpuig westlich von Barcelona in der laufenden Woche für 1,239 Euro/kg LG gehandelt, 3,1 Cent weniger als zuvor.

 

In Italien fielen die Preise um 3 Cent. Frei vermarktete Schlachtschweine mit 138 bis 156 kg erzielen nun 1,739 Euro/kg LG, Vertragsschweine derselben Gewichtsklasse 1,87 Euro/kg LG.

 

EU-Abwärtstrend setzt sich fort

 

Der EU-Durchschnittspreis ist in der Woche zum 18. Oktober weiter gesunken. Laut EU-Kommission erlösten Schlachtschweine der Handelsklasse E im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 151,26 Euro/100 kg SG. Das waren 0,8% weniger als in der Vorwoche und 13,64% weniger als vor einem Jahr.

 

Am stärksten fielen die Preise in Rumänien mit 4,6%, in Portugal mit 3,5% und in Griechenland mit 3,3%. Überdurchschnittlich sanken sie auch in Deutschland mit 2,4%, in Österreich und Slowenien mit jeweils 2% sowie in Bulgarien mit 1,6%. Nennenswert gestiegen ist der Preis nur in Schweden, um 1,3%. AgE