Jungbullen und Färsen erneut teurer
Die Schere bei den Schlachtrinderpreisen in der Europäischen Union hat sich in der Woche zum 18. Oktober weiter geöffnet. Während Jungbullen und Färsen im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten erneut teurer gehandelt wurden, gaben die Preise für Schlachtkühe nach.
Jungbullen der Handelsklasse R3 erzielten nach Angaben der EU-Kommission durchschnittlich 649,25 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG). Das waren 0,5% mehr als in der Vorwoche. Besonders kräftig stiegen die Notierungen in Slowenien, Griechenland und Rumänien mit Aufschlägen von 7,6, 4,6 und 4,1%. Überdurchschnittliche Zuwächse zwischen 0,7 und 2,3% verzeichneten zudem Polen, Bulgarien, Deutschland, Tschechien und Spanien. In Dänemark und Schweden gaben die Preise dagegen um 1,7 beziehungsweise 1,4% nach. In Litauen verbilligten sich R3-Bullen sogar um 3%.
Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurden laut Kommission im EU-Mittel 540,66 Euro/100 kg SG gezahlt, 0,3% weniger als in der Vorwoche. Gegen den Trend entwickelten sich die Notierungen in Deutschland und Polen, wo sie jeweils um 0,5% zulegten. In Österreich stiegen die Preise um 1,1%. Deutliche Rückgänge verzeichneten Lettland mit 4,6%, Litauen mit 1,6%, Frankreich mit 1,4% und Portugal mit 1,1%.
Weiter leicht aufwärts entwickelte sich der Durchschnittspreis für Schlachtfärsen. Tiere der Handelsklasse R3 erlösten nach Angaben der EU-Kommission 685,56 Euro/100 kg SG und damit 0,1% mehr als in der Vorwoche. Deutlich stärker stiegen die Notierungen in Spanien mit 1,8% und in Tschechien mit 1,7%. In Frankreich und Belgien wurden R3-Färsen dagegen um 0,4 beziehungsweise 0,3% günstiger gehandelt. AgE
