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Das Milchgeld könnte weiter steigen

In Deutschland hat sich der Aufwärtstrend bei den Milchauszahlungspreisen in den letzten Monaten verstetigt. Nach Einschätzung des Milchindustrie-Verbandes (MIV) könnte die Talsohle damit endgültig durchschritten sein. Hauptgrund ist ein sinkendes Rohstoffangebot: In der vergangenen Woche fielen die Anlieferungen erstmals unter das Vorjahresniveau. Aufgrund der Sommertrockenheit in Teilen Deutschlands rechnet der MIV mit weiter rückläufigen Mengen und geringeren Inhaltsstoffen, deren volle Auswirkungen sich erst im Frühjahr 2027 zeigen dürften.

 

Gleichzeitig stimulierten geopolitische Unsicherheiten die weltweite Nachfrage. Dank verbesserter Wettbewerbsfähigkeit konnte die EU die Exporte von Butter, Magermilchpulver und Käse steigern. MIV-Vorsitzender Detlef Latka zeigte sich am Rande der MIV-Jahrestagung am Freitag (23.10.) in Dresden vorsichtig optimistisch für das Milchgeld der kommenden Monate. Ob und wie stark sich Milchprodukte tatsächlich verteuern, hänge jedoch von den anstehenden Kontraktverhandlungen mit dem Einzelhandel ab.

 

Höhere Kosten drücken auf die Margen

 

Hintergrund ist ein zuletzt äußerst volatiler Milchmarkt: 2026 lag der Milchpreis so niedrig wie seit fünf Jahren nicht mehr und fiel regional teils unter 30 Cent pro Kilogramm - nach einem historischen Hoch von durchschnittlich über 52 Cent/kg im Jahr 2025. Auslöser für den Preisdruck waren hohe Anlieferungsmengen im ersten Halbjahr 2026. Im August lag der Bundesdurchschnitt laut MIV dann wieder bei 41,14 Cent/kg. Allerdings drückten die gestiegenen Kosten, unter anderem aufgrund hoher Energiepreise, weiter auf die Margen der Milcherzeuger. AgE