UNIKA erwartet solide Ernte
Eine Ernte "im Rahmen der letzten Jahre" mit ordentlichen Preisen und besseren Vermarktungsmöglichkeiten als im Vorjahr erwartet die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA). Grundlage für diese Annahme sind Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), das nach dem Rekordjahr 2025 mit einer bepflanzten Fläche von 301.800 Hektar einen rückläufigen Anbau prognostiziert. Die Statistiker beziffern das diesjährige Kartoffelareal auf etwas mehr als 268.000 Hektar, was eine Verkleinerung um 11% wäre.
Laut UNIKA sind in diesem Jahr die Erträge der Frühkartoffeln mit regionalen Unterschieden etwas unterdurchschnittlich ausgefallen. Vor allem im Südwesten habe die Rodung aufgrund der hohen Temperaturen eine große Herausforderung dargestellt. Zudem habe die große Hitze mit extremer Sonneneinstrahlung ab der zweiten Junihälfte und in den Folgewochen zu Schäden an den bis dahin größtenteils gut aussehenden Kartoffelbestände geführt.
In Abhängigkeit von Sorte, Beregnungsmöglichkeiten und dem Pflanztermin hätten sich die Bestände im Laufe der letzten Wochen sehr unterschiedlich entwickelt, so der Verband. Es sei mit vielen Untergrößen, aber auch unterdurchschnittlichen Erträgen zu rechnen. Ob sich ein Temperaturwechsel und mögliche Niederschläge noch positiv auf Ertrag und Qualität auswirken werden, sei noch nicht absehbar.
Glasflügelzikade gemeinsam bekämpfen
Zu kämpfen haben die Landwirte nach Angaben von UNIKA auch in diesem Jahr mit der weiteren Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade. Im Vergleich zum letzten Jahr habe es bei dem Überträger bakterieller Krankheiten an Kartoffeln aufgrund der Witterungsbedingungen offenbar eine längere Flugphase gegeben, einhergehend mit einem sehr frühen Zuflug im Süden Deutschlands. Dies zeige, dass die gemeinsamen Anstrengungen der Branche mit Behörden und Politik zur Eindämmung der Zikade weiterhin notwendig und zwingend erforderlich seien. AgE
