Pulverpreise ziehen an
Ohne große Impulse ist am Mittwoch (19.8.) die Festsetzung der Notierungen an der Börse in Kempten geblieben. Einzig bei loser Butter gab es Bewegung. Sie legte gegenüber der Vorwoche um 5 Cent auf für 4,05 bis 4,15 Euro/kg zu. Berichtet wurde von einem abwartenden Verhalten der Käufer. Ohne preisliche Veränderung ging abgepackte Butter in den Markt. Der Preis umfasste bei einer insgesamt guten Nachfrage weiterhin ein Band von 3,80 bis 4,70 Euro/kg.
Auch der Käsemarkt in Kempten blieb unverändert. Emmentaler und Viereckhartkäse standen erneut auf ihrer seit Anfang Juli geltenden Notierung von 4,70 bis 6,40 Euro/kg. Allgäuer Emmentaler wurde erneut nicht notiert. In der ersten Augustwoche hatte er bei einem Preiskorridor von 7,50 bis 8,20 Euro/kg gestanden.
Einen leichten preislichen Schub nach oben zeigte der Käsemarkt in Hannover. Dort erhöhte sich die Notierung für Gouda und Edamer als Blockware am oberen Ende um 5 Cent, sodass sich ein Preiskorridor von 3,30 bis 3,50 Euro/kg ergab. Brotware wurde auf dem Vorwochenstand von 3,30 bis 3,55 Euro/kg belassen.
Einen deutlichen Preisschub gab es bei Magermilchpulver für den deutschen Großhandel. Lose Sprühware in Futtermittelqualität wurde am unteren und oberen Ende jeweils kräftig um 12 Cent auf einen Preiskorridor von 2,74 bis 2,79 Euro/kg angehoben. Auch Ware in Lebensmittelqualität ging teurer in den Markt. Hier wurde der untere Wert um 5 Cent erhöht, der obere um 7 Cent; damit ergab sich ein Preisband von 2,90 bis 3,02 Euro/kg. Der Preis für Vollmilchpulver legte ebenfalls merklich zu, und zwar um 15 beziehungsweise 13 Cent auf eine Spanne von 3,45 bis 3,55 Euro/kg.
Weniger Milch durch Hitze
Laut Börse Kempten hat die Hitzewelle in Deutschland zu einer reduzierten Milchanlieferung geführt. Auch der Gehalt an Inhaltsstoffen sei gesunken. Durch die hitzebedingten Ernteausfälle und die verringerte Futterqualität könnte es eventuell zu weiteren Rückgängen bei der Anlieferung durch die Landwirte kommen.
Nach Angaben des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) hat man im Juli den kurzfristigen Einfluss der hochsommerlichen Temperaturen auf die Milcherzeugung phasenweise in einer rückläufigen Anlieferung gespürt, doch das Milchaufkommen im Freistaat habe weiter über der Vorjahreslinie gelegen. Wie die Versorgungsbilanz 2026 tatsächlich ausfällt, dürfte sich erst im Herbst beurteilen lassen. Stand jetzt sei mit einer angespannten Situation zu rechnen.
In Nordrhein-Westfalen lag die Milchmenge zur Augustmitte weiterhin über dem Vorwochenniveau, und zwar um 1,8%. Auch der Vorsprung zur Vorjahreswoche wurde wieder größer; er betrug 8,5%.
GDT-Preissprung bei Magermilchpulver
Der Abwärtstrend bei Butter an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) in Neuseeland hat sich fortgesetzt. Bei der Auktion am Dienstag (18.8.) ergab sich ein Preis von umgerechnet 4.387 Euro/t; damit wurde das Niveau des vorangegangenen Termins um 2,6% unterschritten. Gegenüber dem letzten Preishoch vom 17. März 2026 hat Butter an der GDT mittlerweile 26% verloren.
Einen deutlichen Preissprung gab es hingegen bei Magermilchpulver. Hier legte der Auktionspreis binnen zwei Wochen um 7,4% auf 3.018 Euro/t zu. Seit dem letzten Tief vom 7. Juli 2026 ist Magermilchpulver mittlerweile um 11,7% teurer geworden. Vollmilchpulver ging beim jüngsten Handelstermin für 3.095 Euro/t in den Markt und war damit 3,1% teurer als Anfang August. AgE
