Stabilität prägt den Handel
Ohne nennenswerte Impulse blieb Mitte Oktober der Großhandel für Butter und Käse. An der Börse in Kempten wurden die Notierungen auf dem Vorwochenniveau belassen. Abgepackte Butter kostete wiederum 4,35 bis 5,00 Euro/kg, während Blockbutter für 4,05 bis 4,25 Euro/kg in den Markt ging. Die Börse meldete bei Päckchenbutter eine sehr gute Nachfrage; bei loser Ware verlief der Handel ruhig.
Auch bei den in Kempten gehandelten Käsesorten Emmentaler und Viereckhartkäse gab es keine Veränderung; die Preisspanne verharrte bei 4,50 bis 6,40 Euro/kg, und das bei einer sehr guten Nachfrage. Allgäuer Emmentaler aus Rohmilch wurde nicht notiert. In der Vorwoche hatte der Preiskorridor bei 7,60 bis 8,00 Euro/kg gestanden.
Ähnlich sah es in der Berichtswoche bei Gouda und Edamer in Hannover aus. Blockware verblieb auf dem Preisband von 3,45 bis 3,75 Euro/kg. Brotware wurde wiederum für 3,65 bis 3,85 Euro/kg angeboten. Berichtet wurde von einer sehr guten Nachfrage.
Erneut nach oben ging es in der Berichtswoche mit den Preisen bei Milchpulver für den deutschen Großhandel. Magermilchpulver in Futtermittelqualität verteuerte sich um 17 Cent auf einen Preiskorridor von 3,42 bis 3,47 Euro/kg. Ebenfalls um 17 Cent legte der Preis für Ware in Lebensmittelqualität zu; sie wurde für 3,50 bis 3,60 Euro/kg angeboten. Vollmilchpulver wurde am oberen Ende leicht um 2 Cent verteuert und stand bei einer Spanne von 3,90 bis 4,00 Euro/kg.
Vorjahresvorsprung abgeschmolzen
Laut dem Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) hat sich Anfang Oktober der jahreszeitliche Mengenrückgang bei den bundesweiten Milchanlieferungen nur langsam fortgesetzt. Das Milchaufkommen habe sich nur noch gut 0,5% über der Vorjahreslinie bewegt. Gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Jahres 2024 habe der Vorsprung in der Berichtswoche hingegen gut 6,5% betragen.
In Nordrhein-Westfalen lag das angelieferte Milchaufkommen in der zweiten Oktoberwoche nach Angaben der dortigen Landesvereinigung der Milchwirtschaft um 3,2% unter der Vorjahreslinie. Auch die kumulierte Milchmenge seit Januar sank in dem Bundesland unter das Niveau des Vergleichszeitraums 2025, und zwar um 6,8%. AgE
