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Leichte Abschwächung verzeichnet

Der Außenhandel der Europäischen Union im Agrar- und Lebensmittelsektor ist im ersten Halbjahr 2026 ins Stocken geraten. Das zeigen aktuelle Zahlen der EU-Kommission. Danach wurden von Januar bis Juni 2026 Agrar- und Ernährungsgüter im Wert von 117,2 Mrd. Euro exportiert; das waren 2,2 Mrd. Euro beziehungsweise 2% weniger als in der Vergleichsperiode. Dies ist laut der Brüsseler Behörde vor allem auf geringere Ausfuhren von Schweinefleisch und Olivenöl zurückzuführen.

 

Die Importe der EU lagen im gleichen Zeitraum bei 93,4 Mrd. Euro, womit der Vorjahreswert um 3,6 Mrd. Euro oder 4% unterschritten wurde. Ausschlaggebend waren hier unter anderem geringere Einfuhren von Getreide und Sojakuchen. Dennoch war der Handelsüberschuss der Gemeinschaft in der ersten Jahreshälfte größer als im Vorjahreszeitraum; er erhöhte sich um 1,4 Mrd. Euro oder 6,2% auf 23,9 Mrd. Euro.

 

Weniger Exporte in die USA

 

Den größten absoluten Rückgang der Exporte gab es in der ersten Jahreshälfte im Handel mit den USA; verzeichnet wurde ein Minus von 1,74 Mrd. Euro oder 11% auf 13,46 Mrd. Euro. Allerdings waren die Exportvolumina in der Vergleichsperiode - den ersten Monaten des Jahres 2025 - sehr hoch, möglicherweise als Reaktion auf die damals von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle. Um 837 Mio. Euro beziehungsweise 3% auf 26,97 Mrd. Euro gingen im Berichtszeitraum die EU-Exporte in das Vereinigte Königreichs zurück, dem mit Abstand größten Abnehmer von Agrargütern aus der Gemeinschaft.

 

Dahinter folgte Japan mit 3,58 Mrd. Euro; das waren 492 Mio. Euro oder 12% weniger als im Vergleichszeitraum. Der Handel mit den Golfstaaten wurde durch die Störung der Seewege über die Straße von Hormus beeinträchtigt, wobei die Ausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate um 395 Mio. Euro oder 25% zurückgingen. Zugelegt haben hingegen die Exporte nach Ägypten, und zwar um 278 Mio. Euro oder 28% auf 1,26 Mrd. Euro. Auch die Ukraine bezog mehr aus der EU; der Gesamtwert von 2,32 Mrd. Euro war 247 Mio. Euro beziehungsweise 12% höher als im Vorjahr.

 

Brasilien wichtigster Lieferant

 

Auf der Importseite war im Berichtszeitraum Brasilien der wichtigste Handelspartner der EU. Die Staaten der Gemeinschaft orderten in dem südamerikanischen Land Agrar- und Lebensmittelprodukte im Wert von 9,57 Mrd. Euro; das bedeutet ein Zuwachs von 425 Mio. Euro oder 5%, hauptsächlich aufgrund höherer Sojabohnenimporte. Auch die EU-Importe aus Argentinien legten zu. Hier wurde ein Plus von 281 auf 2,85 Mrd. Euro verbucht; das war ein Zuwachs von 11%

 

Ob zu dieser Entwicklung auch das seit dem 1. Mai 2026 vorläufig angewendete EU-Mercosur-Interimshandelsabkommen (iTA) beigetragen hat, wird von der Kommission nicht erläutert. Zurück gingen die Lieferungen aus dem Vereinigten Königreich, nämlich um 425 Mio. Euro oder 5% auf den Gesamtwert von 7,36 Mrd. Euro. AgE