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Kleinere Sonnenblumenernte erwartet

Das zuletzt heiße und trockene Wetter in Süd- und Osteuropa hat Kulturen wie Sonnenblumen, Mais und Sojabohnen dort erheblich beeinträchtigt. Das meldete die Crop-Monitoring-Agentur der EU-Kommission (MARS) am Montag (25.8.).

MARS korrigierte seine Schätzung für die durchschnittlichen Hektarerträge bei Sonnenblumen in der EU in ihrem Augustbericht gegenüber Juli um 6% nach unten auf jetzt 1,83 t/ha. Für Rumänien geht die EU-Kommission nur noch von 1,48 t/ha aus, 12% weniger verglichen mit der Vormonatsschätzung. Auch für Bulgarien nimmt die Agentur im Monatsvergleich eine kräftige Korrektur vor und senkt die Erwartung um 10% auf 1,75 t/ha. Daraus ergeben sich im Durchschnitt der Europäischen Union Hektarerträge, die 9% unter dem Fünfjahresschnitt, aber 6% über der Ernte 2024 liegen.

Für Körnermais erwartet die Brüsseler Behörde in ihrem Augustbericht Hektarerträge von 6,93 t/ha, das sind 3% weniger als noch im Juli. Besonders stark sind auch hier die Anpassungen der Ernteerwartungen für Bulgarien und Rumänien. MARS geht von 24% beziehungsweise 19% niedrigeren Erträgen als in ihrer Vormonatsschätzung aus. Für Bulgarien bedeutet das nun einen Hektarertrag von 3,25 t und für Rumänien von 3,35 t. Für Ungarn wurde die Ertragserwartung um 8% gesenkt auf nun 5,62 t/ha. Die aktuelle Schätzung für die deutschen Körnermaiserträge fällt mit 9,64 t/ha nur 1% niedriger aus als im Juli. Dem MARS-Bericht zufolge litten die Pflanzen hierzulande unter der Hitzewelle Anfang Juli, erholten sich jedoch während der darauffolgenden Niederschläge Mitte Juli. Sollte die Ernte wie von der Kommission erwartet gedroschen, würden die Hektarerträge in Deutschland dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre entsprechen. In der Ukraine wird nun gegenüber Juli mit 4% höheren Körnermaiserträgen von 6,78 t/ha gerechnet.

Beim Silomais wird für die EU von einem Hektarertrag von 42,6 Tonnen ausgegangen, 1% mehr als noch im Juli erwartet wurde, aber auf dem gleichen Niveau wie im Schnitt der letzten fünf Jahre. Für Deutschland korrigierte MARS den Hektarertrag gegenüber der letzten Schätzung um 2% nach oben korrigiert auf nun 42,8 t/ha.

Die Sojaerträge in der Europäischen Union werden im August-Bericht auf 2,74 t/ha geschätzt, 3% höher als im August. Für die Ukraine geht man von 2,41 t/ha aus, 1% weniger als im Juni vorhergesagt wurde.

Bei Zuckerrüben bleibt die Kommission mit einem erwarteten Hektarertrag von 74,6 Tonnen in etwa bei ihrer vorherigen Schätzung. Für Kartoffeln geht sie nun von einer um 1% besseren Ernte als noch im Juli aus mit 36,8 t/ha. In Deutschland profitierten sowohl Kartoffeln als auch Zuckerrüben der Brüsseler Behörde zufolge von den Niederschlägen im August und der ausreichenden Bodenfeuchtigkeit. Insbesondere in Süddeutschland werden sich beide Hackfrüchte nach Einschätzung der Experten jedoch nicht vollständig von den Kalamitäten durch Schädlinge erholen, auch wenn der Befallsdruck in letzter Zeit zurückgegangen sei. Für Zuckerrüben erwarten sie daher Hektarerträge im EU-Durchschnitt. Das wären somit 11% weniger als 2024 und 5% weniger als im Fünfjahresschnitt. Bei Kartoffeln geht MARS aktuell von 41,7 t/ha aus. Das wären 3% weniger als in den vergangenen fünf Jahren und 7% weniger als 2024. AgE