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Butterpreise uneinheitlich

Unterschiedlich haben sich am Mittwoch (22.7.) die Butternotierungen an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten entwickelt. Während Päckchenbutter leicht im Preis nachgab, legte lose Ware etwas zu. Abgepackte Butter, die normal nachgefragt wurde, verbilligte sich gegenüber der Vorwoche am vorderen Ende um 5 Cent und belegte eine Preisspanne von 3,80 bis 4,60 Euro/kg. Blockbutter wurde bei einem belebten Geschäft von der Notierungskommission an beiden Enden um jeweils 50 Cent angehoben; damit stellte sich ein Preiskorridor von 3,95 bis 4,05 Euro/kg ein.

 

Keine Veränderung gab es in Kempten bei Emmentaler und Viereckhartkäse. Diese wurden weiterhin für 4,70 bis 6,40 Euro/kg angeboten und hielten das Niveau die dritte Woche in Folge. Erstmals seit Mitte Juni wurde eine Notierung für Allgäuer Emmentaler festgesetzt; das Preisband lag bei 7,70 bis 8,20 Euro/kg. Am 10. Juni waren für diese Käsesorte 7,50 bis 8,35 Euro/kg aufgerufen worden.

 

In Hannover blieben die Käsenotierungen ebenfalls auf dem Stand der Vorwoche. Gouda und Edamer als Blockware gingen im Zuge einer guten Nachfrage für 3,20 bis 3,40 Euro/kg in den Markt. Das Preisband für Brotware pendelte sich bei 3,25 bis 3,55 Euro/kg ein. Hier wurde von einer sinkenden Verfügbarkeit berichtet.

 

Mit den Notierungen für Magermilchpulver für den deutschen Großhandel ging es erneut nach oben. Ware in Futtermittelqualität verteuerte sich an beiden Enden um 5 Cent und belegte eine Preisspanne von 2,45 bis 2,50 Euro/kg. Ware in Lebensmittelqualität wurde am unteren Ende um 5 Cent angehoben, am oberen um 4 Cent. Zu zahlen waren damit 2,75 bis 2,95 Euro/kg. Der Preis für Vollmilchpulver legte am vorderen Ende um 5 Cent zu, woraus sich ein Korridor von 3,20 bis 3,35 Euro/kg ergab.

 

Wieder mehr Milch angeliefert

 

Laut dem Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) waren die Milchanlieferungen in Deutschland in der ersten Juliwoche vor allem hitzebedingt eingebrochen und hatten sich weiter der Vorjahreslinie angenähert. Mit den etwas kühleren Tagestemperaturen zur Monatsmitte seien die Liefermengen aber wieder angestiegen und der Rückgang aus der Vorwoche ausgeglichen worden. In Nordrhein-Westfalen lagen die Milchanlieferungen Mitte Juli 2,4% über dem Vorwochenniveau; der Vorsprung zur Vorjahreswoche betrug 9,3%.

 

GDT-Butter wieder billiger

 

An der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) in Neuseeland setzte sich die Abwärtsbewegung bei Butter fort. Bei der Auktion am Dienstag (21.7.) ergab sich ein Preis von umgerechnet 4.646 Euro/t; das waren 0,6% weniger als beim vorangegangenen Termin. Gegenüber dem letzten Hoch vom 17. März 2026 hat Butter an der GDT bereits 22,8% verloren.

 

Gestoppt wurde hingegen der seit Mitte Mai zu beobachtende Abwärtstrend bei Magermilchpulver. Die Handelsplattform meldete einen Auktionspreis von 2.834 Euro/t, womit der vorangegangene Wert um 3,2% übertroffen wurde. Ähnlich sieht es beim Vollmilchpulver aus; das für 3.054 Euro in den Handel ging. Das entsprach einem leichten Plus von 1,8%. AgE