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Überraschend viel Zucker

Eine deutliche Verkleinerung der Zuckerrübenfläche in der Ukraine zur Ernte 2025 hat sich nur unwesentlich auf die dortige Zuckerproduktion ausgewirkt. Nach Angaben der Nationalen Vereinigung der Zuckerproduzenten (Ukrtsukor) wurde das Anbauareal von den Landwirten im Vergleich zu 2024 um rund 50.000 Hektar beziehungsweise 23% zurückgenommen. Das Zuckeraufkommen fiel allerdings mit 1,72 Mio. Tonnen nur um etwa 80.000 Tonnen oder 4% kleiner aus als im Vorjahr.

Ausschlaggebend für die überraschend hohe Zuckerproduktion war dem Verband zufolge vor allem ein Anstieg der Zuckerrübenerträge auf einen Rekordwert von 58 t/ha. Außerdem habe der durchschnittliche Zuckergehalt der Rüben von 14,2% auf 15,2% zugelegt. Positiv hätten sich auch technologische Verbesserungen in den Zuckerfabriken ausgewirkt.

Die ukrainische Zuckerindustrie dürfte nach Angaben des Verbandes weiterhin exportorientiert bleiben. Der wichtigste Absatzmarkt seien nach wie vor die EU-Mitgliedstaaten, wenngleich die Lieferungen dorthin im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen seien. Während 2024 noch rund 40% aller Zuckerlieferungen in die EU gingen, waren es 2025 nur noch 27%.

Laut Ukrtsukor belief sich die Ausfuhrmenge in die EU auf 123.000 Tonnen Zucker; das waren 59% weniger als 2024. Künftig darf die Ukraine nur noch 100.000 Tonnen Zucker pro Jahr in die EU ausführen. Die gesamten Zuckerexporte der Ukraine lagen 2025 bei 463.700 Tonnen; damit wurde der Rekordwert des Jahres 2024 um 282.300 Tonnen oder 38% unterschritten. AgE

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