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VEZG-Preis wieder seitwärts

An den Schlachtschweinemärkten der Europäischen Union hat es zuletzt keine größeren Veränderungen gegeben. Die Trends der Vorwochen haben sich überwiegend fortgesetzt: In Mitteleuropa herrschte meist Stabilität, während der spanische Markt weiterhin unter Druck stand. In Italien und Frankreich konnten sich die Preise erneut befestigen.

 

Hierzulande fixierte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Leitpreis am Mittwoch (29.7.) ein weiteres Mal bei 1,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG). Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) soll das Lebendangebot leicht geringer als in der Vorwoche ausgefallen sein, aufgrund der weiter zurückhaltenden Nachfrage aber ausreichen. Die Geschäfte mit Schweinefleisch verlaufen der AMI zufolge insgesamt relativ verhalten. Die umgesetzten Mengen würden saisonal bedingt überwiegend als klein bewertet, heißt es.

 

Danis-Gruppe zahlt mehr

In Deutschlands nördlichen und südlichen Nachbarländern blieben nennenswerte Impulse ebenfalls aus. Die Notierung des österreichischen Verbandes landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) blieb unverändert bei 1,44 Euro/kg SG. Der dänische Schlachtkonzern Danish Crown (DC) will seinen aktuellen Auszahlungspreis von umgerechnet 0,92 Euro/kg SG auch in der kommenden Kalenderwoche 32 beibehalten. Etwas an der Preisschraube drehte die belgische Danis-Gruppe: Sie zahlte den Mästern 1,06 Euro/kg Lebendgewicht (LG) und damit 4 Cent mehr als in der vergangenen Woche.

 

Preise in Italien steigen

Im Vergleich dazu präsentierte sich das Marktgeschehen in Südeuropa lebhafter. Am Marché du Porc Français setzte die Notierung ihren Anstieg fort und legte am Donnerstag im Vorwochenvergleich um 6,1 Cent auf 1,601 Euro/kg SG zu. In Italien zogen die Preise ebenfalls weiter an. Für frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 138 bis 156 Kilogramm wurden 1,542 Euro/kg LG aufgerufen; das entsprach einem Plus von 5,1 Cent. Vertragsschweine derselben Gewichtsklasse legten im Preis um 4,8 Cent zu, auf nun 1,651 Euro/kg LG. In Spanien konnten sich die Preise derweil behaupten, wenn auch teils nur knapp. An der Agrarbörse von Bellpuig westlich von Barcelona wurde die Notierung um 0,5 Cent auf 1,285 Euro/kg LG zurückgenommen.

 

EU-Durchschnittspreis sinkt weiter

Auf EU-Ebene setzte sich der Rückgang des Schlachtschweinepreises in der Woche zum 26. Juli fort. Tiere der Handelsklasse E erlösten nach Angaben der EU-Kommission durchschnittlich 149,06 Euro/100 kg SG und damit 0,4% weniger als in der Vorwoche. Das Niveau des Vorjahres wurde um 53,99 Euro beziehungsweise 26,6% unterboten.

 

In den einzelnen Mitgliedstaaten entwickelten sich die Preise recht unterschiedlich. In Polen präsentierte sich die Notierung freundlich und legte um 6,6% zu. In Spanien konnten sich die Mäster über ein Plus von 2,2% freuen, geringer fiel der Zuschlag mit 0,6% in Frankreich und 0,2% in Irland aus. In Italien, den Niederlanden und Österreich bewegten sich die Notierungen seitwärts. In Deutschland wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E 0,2% preiswerter gehandelt, in Belgien belief sich der Abschlag auf 0,3%. Einen regelrechten Absturz vermeldete die Kommission für Dänemark; dort wurde das Vorwochenniveau um 16,0% unterboten. AgE