Versorgung ist gesichert
Die Verbraucher in Deutschland müssen sich trotz des näher rückenden Osterfests nicht um die Versorgung mit Eiern sorgen. Nach Einschätzung des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) ist die aktuelle Situation am Eiermarkt angespannt, aber grundsätzlich abgesichert. "Wir erwarten eine stabile LEH-Belieferung trotz schwieriger Marktlage", betonte der Verband am Dienstag (17.3.) auf Anfrage von AGRA Europe. Der ZDG bewertet die Knappheit bei begrenztem Angebot in erster Linie als nachfragegetrieben.
2025 wurden in Deutschland nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 13,7 Milliarden Eier in Betrieben mit mindestens 3.000 Haltungsplätzen produziert. Dies entsprach im Vorjahresvergleich einem leichten Anstieg um 64 Millionen Eier beziehungsweise 0,5%.
Nach wie vor dominierende Haltungsform war laut den Statistikern die Bodenhaltung, aus der 57,6% der erzeugten Eier stammten. Der Anteil der Eier aus Freilandhaltung legte um 1,1 Prozentpunkte auf 24,7% zu. Eier aus ökologischer Erzeugung machten im Berichtsjahr einen Anteil von 14,6% aus, das entsprach einem Plus von 0,5 Prozentpunkten. Insgesamt 3,1% der Eier stammten 2025 aus Haltungen in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen. Destatis registrierte im vergangenen Jahr im Mittel 45,2 Millionen Legehennen; damit legte eine Henne durchschnittlich 304 Eier.
Mehr Legehennen im Freiland
Einen leichten Rückgang um 0,9% auf 25,9 Millionen Tiere registrierte Destatis im Berichtsjahr bei der durchschnittlichen Zahl der Legehennen in Bodenhaltung. Hingegen blieb die Zahl der erzeugten Eier in dieser Haltungsform gegenüber dem Vorjahr nahezu identisch. So kamen den Wiesbadener Statistikern zufolge 7,9 Milliarden Eier von Hennen in Bodenhaltung, das entsprach einem Minus von knapp 17 Millionen Eiern oder 0,2%. 34,7% der Eier aus Bodenhaltung stammten aus Niedersachsen, 12,8% aus Nordrhein-Westfalen.
Deutlich angestiegen ist im Berichtsjahr laut Destatis der durchschnittliche Bestand an Legehennen in Freilandhaltung, und zwar um 538.000 beziehungsweise 5,0% auf 11,2 Millionen Tiere. In einer ähnlichen Größenordnung nahm die Eierproduktion in dieser Haltungsform zu, nämlich um 5,2% auf 3,4 Milliarden Eier. Insgesamt 45,0% dieser Eier stammten aus Niedersachsen, 10,7% aus Mecklenburg-Vorpommern.
Ökohaltung ebenfalls auf dem Vormarsch
Bei der Zahl der Legehennen aus ökologischer Erzeugung verzeichneten die Statistiker 2025 ein Plus von 3,3% auf 6,7 Millionen Tiere. Damit einhergehend ist die Erzeugung von Ökoeiern um 4,1% auf 2,0 Milliarden Stück angestiegen. Wie in der Freilandhaltung stammten die meisten Ökoeier aus Niedersachsen, konkret waren es 45,3%. An zweiter Stelle folgte Bayern mit einem Anteil von 11,4%.
Deutlich sichtbar wird in den Statistiken der Ende 2025 ausgelaufene Bestandsschutz für Legehennen in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen. Wie schon in den Jahren zuvor gingen im Berichtsjahr sowohl die Zahl der Tiere als auch in der Folge die Zahl der produzierten Eier zurück. Im Vergleich zu 2024 verringerte sich die durchschnittliche Zahl der Legehennen in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen um 28,8% auf knapp 1,4 Millionen. In einer ähnlichen Größenordnung schrumpfte die Anzahl der aus dieser Haltungsform stammenden Eier, und zwar um 28,0% oder 164 Millionen auf 423 Millionen Stück. AgE



