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Preise wieder ohne klare Richtung

Die Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union haben sich zuletzt erneut uneinheitlich entwickelt. Schlachtkühe und -färsen wurden zwar abermals teurer gehandelt. Der Preis für Jungbullen ging aber von der Aufwärts- in die Abwärtsbewegung über.

 

Nach Angaben der EU-Kommission wurden Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche zum 8. März im Mittel der meldenden Mitgliedsstaaten für 733,59 Euro/100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG) verkauft; das waren 0,5% weniger als in der Woche davor. Den mit 7,8% größten Preisabschlag meldete Rumänien. In den Niederlanden sank der Preis um 4,6%, in Polen um 4,0%. Andere große Erzeuger wie Spanien, Irland und Belgien verzeichneten Rückgänge von 0,3 bis 0,8%. In Deutschland wurden R3-Bullen 0,1% teurer, in Dänemark belief sich der Anstieg auf 0,2% und in Österreich auf 0,9%. Den mit 2,2% größten Aufschlag verzeichnete Slowenien.

 

Der Durchschnittspreis für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 lag laut der Kommission bei 622,70 Euro/100 kg SG und damit 0,3% über dem Vorwochenniveau. Nach oben getrieben wurde der Durchschnittspreis allerdings von ungewöhnlich starken Preisanstiegen in Bulgarien und der Slowakei, die in der kommenden Woche eventuell korrigiert werden könnten. Entsprechend große Ausreißer nach unten gab es keine. Die kräftigsten Einbußen mussten die Landwirte in Polen hinnehmen, dort sank der Preis um 2,7%. In Irland fiel er um 0,9%, in Dänemark um 0,7%. Unterdessen legten die Notierungen in Frankreich um 0,3%, in Deutschland um 1,0%, in Italien um 1,3% und in Österreich um 1,8% zu.

 

Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 erlösten laut Kommission durchschnittlich 737,00 Euro/100 kg SG; das waren 0,1% mehr. Die Finnen konnten sich über die mit 2,9% größte Preissteigerung freuen. In Italien kam es zu einer Teuerung um 1,5%, in Frankreich und Deutschland um jeweils 0,5%. In Ungarn fiel der Preis besonders stark, und zwar um 7,5%. In den Niederlanden wurden für R3-Färsen 6,7% weniger gezahlt, in Polen 3,1% weniger. AgE