Päckchenbutter etwas teurer
Erstmals seit Anfang Mai hat sich verpackte Butter an der Börse in Kempten leicht verteuert. Gegenüber der Vorwoche wurde das obere Ende der Preisspanne am Mittwoch (7.7.) um 15 Cent angehoben; damit ergab sich bei normaler Nachfrage ein Korridor von 3,85 bis 4,60 Euro/kg. Unverändert war das Notierungsniveau bei Blockbutter; sie wurde erneut für bei 3,80 bis 3,95 gehandelt. Berichtet wurde von einem belebten Markt.
Preislich nach unten bewegte sich an der Kemptener Börse der Käse. Emmentaler und Viereckhartkäse wurden für 4,70 bis 6,40 Euro/kg angeboten; im Vergleich zur Vorwoche wurde der untere Notierungswert deutlich um 20 Cent abgesenkt, während der obere unverändert blieb. Für Allgäuer Emmentaler wurde erneut keine Notierung festgesetzt.
Billiger wurden auch Gouda und Edamer in Hannover gehandelt. Blockware ging für 3,30 bis 3,50 Euro/kg in den Markt; das waren am oberen Ende 10 Cent weniger als in der Vorwoche, am unteren 5 Cent. In gleicher Größenordnung wurde die Notierung für Brotware geändert, womit sich ein Preisband von 3,25 bis 3,55 Euro/kg ergab.
Nach oben ging es mit Magermilchpulver für den deutschen Großhandel. Der Preis für Ware in Futtermittelqualität wurde am unteren Rand um 3 Cent und am oberen um 2 Cent heraufgesetzt. Damit ergab sich die neue Spanne von 2,35 bis 2,40 Euro/kg. Ware in Lebensmittelqualität verteuerte sich um 3 Cent und stand bei 2,63 bis 2,86 Euro/kg. Der Preis für Vollmilchpulver legte um 2 Cent zu, sodass sich ein Preiskorridor von 2,97 bis 3,20 Euro/kg ergab.
Saisonales Hoch überschritten
Laut Darstellung des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) setzte in der zweiten Junihälfte bei den bundesweiten Milchanlieferungen der erwartete rückläufige Trend ein. In der letzten Juniwoche kam es zu einem spürbaren Einbruch, wozu sicherlich auch die ausgeprägte Hitzewelle beitrug. Im Vergleich zur Vorwoche wurden rund 3,5% weniger Milch erfasst. Der Vorsprung gegenüber der Vorjahreslinie halbierte sich auf 3,6%. In Frankreich fiel die Milchmenge innerhalb einer Woche sogar um 10,9% und lag 7% unter dem Vorjahresniveau.
Kieler Rohstoffwert sackt ab
Der Kieler Rohstoffwert (KRW) gab nach einem Minus im Mai auch im Juni nach, und zwar spürbar. Der vom Institut für Ernährungswirtschaft (ife) der Uni Kiel monatlich aus den Notierungswerten für Butter und Magermilchpulver an der Börse Kempten berechnete Wert liegt bei 35,7 Cent je Kilogramm Milch; im Vergleich zum Vormonat ist das ein Rückgang um 1,8 Cent oder 4,8%. Erheblich ist die Spanne, die der Rohstoffwert auf Jahresfrist verloren hat. Gegenüber Juni 2025 ist er um 14,1 Cent gefallen, was einem Minus von 28,3% entspricht. Der Wert steht aber immer noch 3,3 Cent beziehungsweise 10,2% über seinem Tief von Dezember 2025.
GDT-Butterpreis weiter auf Talfahrt
An der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) in Neuseeland ging es mit dem Butterpreis weiter nach unten. Bei der Auktion am Dienstag (7.7.) pendelte sich die Bewertung bei umgerechnet 4.680 Euro/t ein; im Vergleich zum vorangegangenen Termin war das ein Minus von 3,3%. Seit seinem Zwischenhoch am 17. März hat der Butterpreis damit bereits 22,3% verloren.
Noch stärker verbilligte sich Magermilchpulver. Bei der jüngsten Auktion lag der Preis bei 2.750 Euro/t, womit der vorangegangene Wert um 6,9% unterschritten wurde. Der Rückstand zum Preishoch vom 19. Mai beträgt nun bereits 11,7%. Ähnlich war die Entwicklung bei Vollmilchpulver, das gegenüber dem vergangenen Termin um 4,6% auf 3.004 Euro/t abgesackt ist. Allerdings liegt der Preis immer noch 8,3% über dem Preistief, das am 16. Dezember erreicht wurde. AgE
