Jungbullenpreis erneut niedriger
Die Durchschnittspreise für Schlachtrinder in der Europäischen Union tendierten auch in der Woche zum 6. September uneinheitlich. Während Jungbullen abermals weniger kosteten, ging der Durchschnittspreis für Färsen von der Abwärts- in die Aufwärtsbewegung über. Die mittlere Notierung für Schlachtkühe blieb stehen.
Konkret erlösten Jungbullen der Handelsklasse R3 nach Angaben der EU-Kommission im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 634,64 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG); das waren 0,5% weniger als in der Woche zuvor. Die mit 4,7% stärkste Preisrücknahme mussten die Landwirte in den Niederlanden hinnehmen. In Dänemark ließ die Notierung um 3,8%, in Frankreich um 0,3% nach. Unterdessen blieb der Preis in Deutschland bei 646,55 Euro/100 kg SG mit leicht schwächerer Tendenz nahezu unverändert. In Österreich wurden 1,3% mehr gezahlt, in Irland 1,4% mehr und in Italien 2,3% mehr. Lettland meldete den mit 21,4% größten Aufschlag.
Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurden laut Kommission durchschnittlich 544,10 Euro/100 kg SG aufgerufen, was dem Vorwochenpreis entsprach. Auch Aufschläge von bis zu 15,0% in Estland, Portugal und Ungarn brachten den Durchschnittspreis nicht auf Trab. Von den großen Erzeugerländern verzeichneten nur die Niederlande und Belgien Zuschläge, und zwar von 1,0% beziehungsweise 0,7%. In Deutschland verharrte der Preis für Schlachtkühe auf der Stelle, bei 532,01 Euro/100 kg SG. In Österreich ließ die Notierung um 1,2% nach, in Italien um 2,5% und in Dänemark um 3,3%.
Der EU-Durchschnittspreis für Schlachtfärsen befestigte sich wieder. Für Tiere der Handelsklasse R3 wurden laut Kommission 675,26 Euro/100 kg SG gezahlt; das waren 0,4% mehr als zuvor. Die Spanne der Veränderungen in den einzelnen Ländern reichte von plus 8,2% in den Niederlanden bis minus 7,4% in Ungarn. In Frankreich kam es zu einem Preisrückgang um 0,3%, während die Notierungen in allen anderen großen Erzeugerländern zumindest geringfügig zulegten. In Irland und Belgien gab es jeweils 0,2% und in Österreich 0,4% mehr. In Deutschland übertraf der Preis mit 629,90 Euro/100 kg SG das Vorwochenniveau um etwa 0,6%. Italien und Dänemark verzeichneten Aufschläge von 0,9% und 1,3%. AgE
