Durchschnittspreise etwas gestiegen
Die kurzzeitige Abwärtsbewegung der mittleren Schlachtrinderpreise in der Europäischen Union ist gestoppt. Sowohl für Jungbullen als auch Schlachtkühe und -färsen wurde zuletzt im Durchschnitt wieder etwas mehr bezahlt. So erzielten Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche zum 12. April nach Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 714,28 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG) und damit 0,1% mehr als in der Woche zuvor.
Allerdings wurde der Anstieg des durchschnittlichen Jungbullenpreises auch getrieben von einer ungewöhnlich massiven Preiserhöhung von 49,4% in der Slowakei, was auf einem Übertragungsfehler beruhen dürfte. Von den großen Erzeugerländern meldete Polen mit 2,0% den größten Preisaufschlag, gefolgt von Irland und den Niederlanden mit 0,4% und 0,3%. Dagegen ließ die Notierung in Dänemark und Spanien um 1,2% beziehungsweise 1,1% nach, in Italien um 1,5% und in Österreich um 3,0%. In Deutschland verringerte sich der Preis um 0,6%. Die mit 7,9% kräftigste Preissenkung verzeichnete Lettland.
Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurden laut Kommission im Mittel 615,62 Euro/100 kg SG gezahlt; das waren ebenfalls 0,1% mehr als zuvor. Auch in dieser Preistabelle wirkte sich eine ungewöhnlich starke Preissteigerung aus, diesmal in Höhe von 56,0% in Bulgarien. In Italien wurden 2,5% mehr für Schlachtkühe dieser Handelsklasse gezahlt, in Polen 2,0% mehr und in Spanien 1,3% mehr. Dagegen mussten die Landwirte in den Niederlanden eine Preissenkung um 3,0% hinnehmen. In Dänemark kam es zu einer Verbilligung um 0,9%, in Frankreich um 0,6% und in Deutschland um 0,1%. Den mit 9,9% größten Preisabschlag gab es in Estland.
Der Durchschnittspreis für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 lag laut der Kommission bei 725,69 Euro/100 kg SG und damit 0,2% über dem Vorwochenniveau. In Ungarn lief der Preis am stärksten nach oben, und zwar um 7,8%. In Polen festigte sich die Notierung um 2,7%, in Spanien um 0,9% sowie in Österreich und Italien um jeweils 0,7%. Dagegen kosteten Schlachtfärsen dieser Handelsklasse in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Belgien jeweils 0,4% weniger, in Dänemark 3,2% weniger. Den mit 5,0% heftigsten Preisrutsch mussten die Landwirte in Litauen verkraften. AgE



