Positives Echo auf geplante EU-Exporterleichterungen für ukrainische Agrarerzeugnisse

Der von der EU-Kommission vorgestellte Aktionsplan zur Erleichterung der aufgrund des Krieges stockenden ukrainischen Agrarexporte, stößt im Europaparlament parteiübergreifend auf ein positives Echo. Wie der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Europaparlament, Norbert Lins, mit Blick auf die gestern vorgelegte Mitteilung der Brüsseler Behörde allerdings auch klarstellte, hätte diese Initiative "nicht später kommen dürfen". Der CDU-Politiker erinnerte daran, dass die Getreidelager in der Ukraine voll seien.

Dieses Getreide fehle nun auf dem Weltmarkt, da auch der Weitertransport teilweise an den europäischen Grenzen scheitere, betonte Lins. Deshalb müssten nun alle Verkehrswege genutzt werden, um das Getreide weiter zu transportieren. "Es ist unsere Aufgabe, die Ukraine dabei zu unterstützen, ihre Produkte verkaufen zu können", betonte der EU-Parlamentarier. Ansonsten drohe die Gefahr, dass bei der nächsten Ernte keine hinreichende Lagerkapazität zur Verfügung stehe und sich damit die weltweite Versorgungssicherheit weiter verschlechtern könne.

Die SPD-Agrarpolitikerin der SPD, Maria Noichl, stellte klar, dass die Ukraine vollständig in die globalen Lieferketten und Agrarmärkte integriert bleiben müsse. Jetzt sei es notwendig alle Verkehrsträger auf alternativen Transportwegen bis zur maximalen Kapazität zu mobilisieren, um die Mengen, die bisher über die ukrainischen Seehäfen abgewickelt wurden, so weit wie möglich aufnehmen zu können. Vorrangiges Ziel sei dabei der Transport von der ukrainischen Grenze hin zu europäischen Seehäfen, so das Mitglied im Landwirtschaftsausschuss.

Der CDU-Verkehrspolitiker, Jens Gieseke, bezeichnete es als ebenfalls als Priorität, die vorhandene Infrastruktur und Ausrüstung zu mobilisieren, Kapazitäten auszubauen und neue Routen zu erschließen. Auch das Straßenverkehrsabkommen mit der Ukraine müsse zügig vorangetrieben werden. Allerdings gibt der Europaabgeordnete auch zu bedenken, dass es klare Regeln und Sicherheiten für Unternehmen und Personal geben müsse, die sich freiwillig in die Ukraine begeben. AgE