Matif-Notierungen zum Wochenausklang schwächer

An der europäischen Leitbörse Matif hat sich der Abwärtstrend beim Terminweizen im neuen Jahr verstetigt. Der Frontmonat zur Abrechnung im März 2022 verbilligte sich in der ersten Handelswoche bis heute Mittag um 8 Euro auf 272 Euro/t. Zu dem am 23. November mit 312,75 Euro/t markierte Allzeithoch fehlen damit fast 40 Euro/t. Marktanalysten tun sich indes schwer, Gründe für die anhaltende Preisschwäche am Weizenmarkt zu finden. Aktuell müssen als "bärische" Argumente die absehbar gute Weizenernte in Argentinien und die zum Jahresausklang relativ niedrigen Exportbuchungen der USA herhalten.

Für demnächst aber wieder steigende Weizenpreise spricht nach Einschätzung von Marktbeobachtern der vor der Ernte 2022 nur knapp versorgte europäische Weizenmarkt. In Deutschland ruft die Mischfutterindustrie stetig Futterweizen ab, und das Exportgeschäft ist nach der Weihnachtspause schnell wieder in Schwung gekommen. Für europäischen Brotweizen liegen neue Anfragen aus der Türkei, Jordanien und dem Iran vor, was beim Matif-Weizen aber noch nicht für eine Kurswende nach oben gereicht hat. AgE