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Preise in Mitteleuropa stabil

Der Schlachtschweinemarkt in der Europäischen Union hat sich zuletzt beständig gezeigt: Während die Preise in Mitteleuropa erneut konstant blieben, konnten sich die südeuropäischen Mäster wieder über Aufschläge freuen. In Deutschland bewegte sich die Notierung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am Mittwoch (26.8.) seitwärts und verharrte bei 1,60 Euro/kg Schlachtgewicht (SG). Unverändert blieb auch der Ferkelpreis, und zwar bei 41,00 Euro pro Tier.

 

Die Marktlage beschrieb die VEZG als "überwiegend ausgeglichen". Zum selben Schluss kam die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). Im Handel mit Schweinefleisch gibt es der AMI zufolge weiterhin Probleme bei der Umsetzung der Preisanstiege. Dennoch werde die Situation als relativ ausgeglichen beschrieben. Aktuell gebe es unter den Fleischteilen weder größere Überhänge noch eine knappe Versorgung mit einzelnen Artikeln. Die Nachfrage wird laut AMI durch Sonderangebote im Lebensmitteleinzelhandel ein wenig belebt.

Weder Überhang noch Mangel

In Österreich waren die Marktteilnehmer nach Angaben des Verbandes landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (VLV) "im Allgemeinen weder von Überhängen noch von Mangelsituationen betroffen". Die Notierung wurde entsprechend bei 1,64 Euro/kg SG belassen. Auch in Belgien und Dänemark wurde nicht an der Preisschraube gedreht. Die Danis-Gruppe beließ ihre Auszahlungsleistung für die aktuelle Woche bei 1,190 Euro/kg Lebendgewicht (LG); Konkurrent Danish Crown (DC) will auch in der Kalenderwoche 36 umgerechnet 0,92 Euro/kg SG zahlen.

Aufwärtstrend setzt sich fort

Lebhafter verlief die Preisentwicklung in den großen südeuropäischen Erzeugerländern. Am Marché du Porc Français legte die Notierung am Donnerstag (27.8.) im Vorwochenvergleich um 6,2 Cent auf 1,812 Euro/kg SG zu.

In Italien wurden für frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 138 bis 156 Kilogramm 1,683 Euro/kg LG aufgerufen, das entsprach einem Plus von 2,9 Cent. Vertragsschweine desselben Kalibers verteuerten sich ebenfalls um 2,9 Cent auf 1,804 Euro/kg LG.

Auch in Spanien zogen die Preise für Schlachtschweine erneut an. An der Agrarbörse von Bellpuig westlich von Barcelona wurden in der laufenden Kalenderwoche 1,35 Euro/kg LG notiert; das waren 2,5 Cent mehr als in der Vorwoche.

EU-Preis mit anhaltendem Rückenwind

Auf EU-Ebene setzte der Durchschnittspreis seinen Anstieg in der Woche zum 23. August fort. Schlachtschweine der Handelsklasse E erlösten nach Angaben der EU-Kommission im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 160,64 Euro/100 kg SG; das waren 2,55 Euro oder 1,61% mehr als in der Vorwoche.

In den Mitgliedstaaten befestigten sich die Preise überwiegend. In Belgien wurden 5,2% mehr gezahlt, in Frankreich 3,9%. In Österreich belief sich der Aufschlag auf 3,3%. In Deutschland wurde das Vorwochenniveau um 2,1% übertroffen, in Spanien um 1,7%. In Italien bewegte sich die Notierung seitwärts, in den Niederlanden ebenfalls. In Polen musste ein Abschlag von 0,2% akzeptiert werden, nochmals kräftiger fiel das Minus mit 0,7% in Schweden aus. AgE