Keine Bewegung bei Butter
Trotz frühsommerlicher Tendenzen präsentierten sich die Notierungen an der Börse in Kempten vor dem Pfingstwochenende wie eingefroren. Der Butterpreis kam nicht von der Stelle. Päckchenbutter ging am Mittwoch (20.5.) - wie in der Vorwoche - bei einer sehr guten Nachfrage für 3,85 bis 4,45 Euro/kg in den Markt. Für Blockbutter waren erneut 3,80 bis 3,95 Euro/kg zu zahlen. Hier stellte die Börse eine Belebung der Nachfrage fest.
Ein ähnliches Bild ergab sich an der Kemptener Börse bei Käse. Die Notierung für Emmentaler und Viereckhartkäse wurde auf dem Vorwochenniveau von 4,90 bis 6,40 Euro/kg belassen Allgäuer Emmentaler wurde gar nicht notiert; in der Vorwoche hatte die Preisspanne bei 7,50 bis 8,35 Euro/kg gelegen. Stillstand war auch bei den Notierungen für Gouda und Edamer in Hannover angesagt. Blockware ging erneut für 3,45 bis 3,65 Euro/kg in den Handel, während Brotware unverändert 3,60 bis 3,80 Euro/kg kostete.
Ohne große preisliche Impulse verlief auch der Absatz von Magermilchpulver für den deutschen Großhandel. Für Ware in Futtermittelqualität waren - analog zur Vorwoche - 2,62 bis 2,67 Euro/kg zu zahlen. Ware in Lebensmittelqualität verteuerte sich am unteren Rand leicht um 4 Cent; damit ergab sich ein Preiskorridor von 2,86 bis 3,08 Euro/kg. Vollmilchpulver verharrte auf dem Preisband von 3,30 bis 3,42 Euro/kg.
Nahe am saisonalen Hoch
Nach Angaben des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) lag Milchaufkommen in der ersten Maihälfte bundesweit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Bei nur noch leicht steigenden Wochenanlieferungen dürfte der saisonale Höhepunkt bald erreicht sein.
In Nordrhein-Westfalen legten die Milchanlieferungen Mitte Mai kaum noch zu. Laut der dortigen Landesvereinigung der Milchwirtschaft gab es im Vergleich zur Vorwoche nur einen Zuwachs von 0,1%. Kräftig war in dem Bundesland hingegen der Abstand zur Vorjahreswoche; es wurden 15,2% mehr angeliefert. Die seit Jahresbeginn kumulierte Anlieferungsmenge lag weiterhin fast 10% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
GDT-Butterpreis legt wieder leicht zu
An der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) in Neuseeland ging es mit der Butter wieder etwas nach oben; damit stoppte die seit Mitte März anhaltende Abwärtsbewegung. Bei der Auktion am Dienstag (19.5.) lag der Preis bei 4.894 Euro/t; das waren 2,7% mehr als beim vorangegangenen Termin. Damit bewegte sich der Preis rund 17% unter dem zwischenzeitlichen Preishoch vom 17. März.
Bei Magermilchpulver kam hingegen der seit Mitte Dezember 2025 zu beobachtende Aufwärtstrend ins Stocken. Gemeldet wurde von der GDT ein Preis von 3.064 Euro/t; das entsprach nahezu dem Niveau des Vortermins. Eine gleiche Entwicklung zeigte sich bei Vollmilchpulver; hier stagnierte der Preis bei 3.254 Euro/t. AgE
