Färsenpreis im Aufwind
Die Durchschnittspreise für Schlachtrinder in der Europäischen Union haben sich zuletzt wieder uneinheitlich entwickelt. In der Woche zum 27. September wurden Jungbullen und Färsen teurer gehandelt, während Schlachtkühe im EU-Mittel etwas preiswerter zu haben waren.
Nach Angaben der EU-Kommission wurden für Jungbullen der Handelsklasse R3 im Mittel der meldenden Mitgliedstaaten 641,50 Euro/100 kg Schlachtgewicht (SG) gezahlt; das waren 0,3% mehr als in der Woche zuvor. Überdurchschnittliche Aufschläge von 1,7 und 1,4% gab es in Polen und Österreich. In Deutschland, Dänemark und Frankreich mussten sich die Mäster mit 0,3 bis 0,5% mehr begnügen. Nochmals geringer fiel das Plus mit 0,1% in Irland aus. In Spanien wurde das Vorwochenniveau um 0,5% unterboten, kräftiger war der Abschlag mit 1,7% in Belgien.
Etwas preiswerter als in der Vorwoche waren Schlachtkühe zu haben. Tiere der Handelsklasse O3 erlösten laut Kommission durchschnittlich 545,92 Euro/100 kg SG; das waren 0,1% weniger. Unbeeindruckt vom EU-Trend zeigten sich die Notierungen in Spanien und Österreich, wo es satte Aufschläge von 3,2 beziehungsweise 2,1% gab. Auch in Irland, Polen und Dänemark verteuerten sich O3-Kühe, allerdings nur zwischen 0,3 und 0,1%. Während die Notierungen in Belgien und Deutschland seitwärts gingen, musste in Frankreich ein Abschlag von 0,5% akzeptiert werden.
Spürbar bergauf ging es mit dem Durchschnittspreis für Schlachtfärsen. Tiere der Handelsklasse R3 erzielten im Mittel 683,86 Euro/100 kg SG und damit 0,7% mehr als in der Vorwoche. In Spanien, Belgien, Irland und Deutschland wurden zwischen 1,4 und 0,7% mehr gezahlt. Unterdurchschnittlich fiel der Zuschlag mit 0,3% in Frankreich aus. In Österreich wurden R3-Färsen 0,1% preiswerter gehandelt. Spürbar bergab ging es mit den Preisen in Polen und Dänemark, wo das Vorwochenniveau um 1,2 beziehungsweise 1,6% unterboten wurde. AgE
