USDA erwartet Flächenzuwachs
Zur Ernte 2026 dürfte die Anbaufläche von Raps in der Europäischen Union größer ausfallen als im vergangenen Jahr. Davon geht nach Angaben der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) aus. Der Auslandsdienst des Washingtoner Agrarressorts (FAS) beziffert das Rapsareal zur Ernte 2026 in einer ersten Schätzung auf etwa 6,3 Mio. Hektar; gegenüber 2025 wäre das ein Zuwachs von 2,7%
Nach Ansicht der Marktexperten haben die attraktiven Erzeugerpreise für Raps im Herbst 2025 einen Anreiz für eine Ausweitung der Anbaufläche geboten. Als weiteren Grund führt die UFOP die agronomische Bedeutung der Blattfrucht Raps als wichtiges, der Biodiversität dienendes Element in getreidereichen Fruchtfolgen an. Die aktuell blühenden Rapsfelder seien nicht nur ein prägendes Landschaftsbild, sondern der Ausdruck einer vielseitigen Nutzung, die Ernährung, Energie und Landwirtschaft miteinander verbinde.
Der FAS erwartet bei durchschnittlichen Erträgen in diesem Jahr eine EU-weite Rapsernte von 20,4 Mio. Tonnen; damit würde das Vorjahresniveau von 20,5 Mio. Tonnen - trotz einer größeren Fläche - knapp unterschritten. Frankreich, Deutschland, Polen und Rumänien stellen zusammen rund drei Viertel der gesamten Rapsproduktion in der Gemeinschaft. In allen genannten Ländern geht der FAS von einer Ausweitung der Anbaufläche aus. Der Internationale Getreiderat (IGC) hatte sich kürzlich bei seiner Schätzung zurückhaltender gezeigt. Er erwartet eine unveränderte Rapsfläche von etwa 6,1 Mio. Hektar. AgE



