Pulvernotierungen legen zu
Die Notierung für Blockbutter an der Börse in Kempten hat Anfang März erneut zugelegt. Die Spanne wurde am Mittwoch (4.3.) auf 4,45 bis 4,85 Euro/kg heraufgesetzt. Am oberen Ende war das ein Plus von 20 Cent, am unteren von 10 Cent. Keine Veränderung gab es beim Preis für Päckchenbutter; diese lag wie in der Vorwoche bei 3,65 bis 4,85 Euro/kg. Auch Emmentaler und Viereckhartkäse in Kempten blieben auf dem Vorwochenniveau von 4,90 bis 6,50 Euro/kg. Allgäuer Emmentaler wurde nicht notiert.
Auf der Stelle traten auch die Käsepreise in Hannover. Gouda und Edamer als Blockware gingen zum bisherigen Preis von 3,10 bis 3,40 Euro/kg in den Markt. Für Brotware waren 3,15 bis 3,60 Euro/kg zu zahlen. Berichtet wurde von einer sehr guten Nachfrage und niedrigen Beständen.
Teurer wurden die Milchpulvernotierungen für den deutschen Großhandel. Die Preisspanne für Magermilchpulver in Futtermittelqualität wurde am oberen und unteren Ende jeweils um 5 Cent angehoben und lag bei 2,40 bis 2,45 Euro/kg. Ware in Nahrungsmittelqualität kostete 2,50 bis 2,60 Euro/kg; am unteren Ende wurden 10 Cent draufgelegt, am unteren 8 Cent. Die Notierung für Vollmilchpulver stieg von 3,20 bis 3,30 Euro/kg auf jetzt 3,27 bis 3,40 Euro/kg.
Aufwärtstrend an der GDT
Weiter im Aufwind sind die Notierungen an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) in Neuseeland. Zulegen konnte am Dienstag (3.3.) beispielsweise die Butternotierung; gegenüber der Auktion zwei Wochen zuvor ergab sich ein Zuwachs von 6% auf 5.781 Euro/t. Seit dem Mitte Dezember 2025 erreichten Jahrestiefststand hat sich der Butterpreis damit auf Euro-Basis um rund ein Drittel erhöht.
Der Preis für Vollmilchpulver stieg an der GDT auf 3.319 Euro/t, was gegenüber der Auktion vor zwei Wochen ein Plus von 2,2% bedeutet. Noch deutlich stärker ging es mit Magermilchpulver nach oben; hier legte die Notierung um 9% auf 2.787 Euro/t zu. Mittlerweile beträgt der Abstand zum Termin Mitte Dezember bei Vollmilchpulver 22%; bei Magermilchpulver sind es 33%.
EU-Milchproduktion gestiegen
Unterdessen wurden von der Europäischen Statistikbehörde (Eurostat) Zahlen für das Milchaufkommen in der EU-27 im Jahr 2025 veröffentlicht. Wie der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) dazu berichtete, wurden im Dezember EU-weit mit 12,12 Mrd. Kilogramm Milch rund 5,7% mehr Milch angeliefert als ein Jahr zuvor. Dies war der stärkste Anstieg innerhalb eines Einzelmonats im zurückliegenden Jahr.
Die Milchanlieferungen in der Gemeinschaft summierten sich laut VMB im Jahresverlauf 2025 auf 147,9 Mrd. Kilogramm; das ist gegenüber 2024 schalttagsbereinigt ein Plus von 1,9%. Am kräftigsten legten die Anlieferungen in Frankreich zu, und zwar um 2,3% beziehungsweise 450 Mio. Kilogramm. Deutschland belegt mit einem Plus von 1,2% respektive 300 Mio. Kilogramm den vierten Rang. AgE



