Blockbutter nochmals verbilligt
Blockbutter ist seit Mitte März 2026 an der Börse in Kempten deutlich günstiger geworden. Die Notierung lag am Mittwoch (29.4.) bei 3,85 bis 4,00 Euro/kg; am 11. März waren es noch 4,55 bis 4,85 Euro/kg. Gegenüber der Vorwoche wurde die Spanne am oberen Ende kräftig um 30 Cent abgesenkt, am unteren um 10 Cent. Berichtet wurde von einer abwartenden Nachfrage. Preislich stabil zeigte sich weiterhin Päckchenbutter. Diese wurde von der Notierungskommission bei 4,20 bis 4,85 Euro/kg belassen, wo sie seit sieben Wochen steht.
In der letzten Aprilwoche nahm der Discounter Lidl wieder eine Preissenkung bei Butter vor. Das 250 Gramm-Päckchen "Deutsche Markenbutter" wurde für 1,05 Euro angeboten, was einem Kilopreis von 4,20 Euro entspricht. Auch der Preis weiterer Butterartikel wurde reduziert, ebenso der der pflanzlichen Alternative "No Butter".
Lidl erklärte, bewusst auf Marge zu verzichten, um durch eine höhere Absatzmenge die Milchbauern zu unterstützen. Gleichlautend hatte der Discounter bereits im Dezember 2025 kommuniziert, nachdem zuvor die Rohstoffpreise deutlich nachgegeben hatten. Die aktuelle Preissenkung sei aber auch ein Mittel, um den auf dem Markt weiterhin vorhandenen "Mengenstau" aufzulösen und die Nachfrage zu erhöhen, so das Handelsunternehmen.
Uneinheitliche Entwicklung bei Käse
Unterschiedlich verlief an der Kemptener Börse die Preisentwicklung bei Käse. Das Preisband für Allgäuer Emmentaler wurde in der Berichtswoche verengt, und zwar von zuvor 7,30 bis 8,45 Euro/kg auf jetzt 7,50 bis 8,35 Euro/kg. Günstiger gingen Emmentaler und Viereckhartkäse in den Handel. Der untere Wert sank um 20 Cent, der obere um 15 Cent. Damit ergab sich ein Preiskorridor von 4,80 bis 6,35 Euro/kg.
In Hannover blieben Gouda und Edamer als Blockware erneut unverändert bei 3,45 bis 3,65 Euro/kg. Bei Brotware legte die Notierung leicht auf 3,60 bis 3,80 Euro/kg zu. Am unteren Rand wurde eine Aufwärtskorrektur um 10 Cent vorgenommen, am oberen um 5 Cent.
Einen Satz nach oben machte Magermilchpulver für den deutschen Großhandel. Ware in Futtermittelqualität verteuerte sich um 15 Cent auf 2,63 bis 2,68 Euro/kg. Um 13 Cent legte Magermilchpulver in Lebensmittelqualität zu, das in einer Spanne von 2,80 bis 2,98 Euro/kg in den Markt ging. Bei Vollmilchpulver gab es erneut keine Veränderung; es wurde für 3,37 bis 3,45 Euro/kg angeboten.
Hohe Produktion setzt sich fort
Von der Europäischen Statistikbehörde (Eurostat) wurden unterdessen Zahlen für das Milchaufkommen in der EU-27 im Februar 2026 vorgelegt. Wie der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) berichtete, setze sich die hohe Produktion fort. In der Gemeinschaft seien 11,5 Mrd. Kilogramm Milch angeliefert worden und damit 4,4% mehr als im Vorjahresmonat. Am stärksten hätten die deutschen Landwirte das Milchaufkommen beeinflusst; hier sei die Vorjahreslinie um 169 Mio. Kilogramm oder 6,9% überschritten worden. In Frankreich habe das Plus bei 6,0% gelegen, in den Niederlanden bei 5,5%.
In Nordrhein-Westfalen gingen die Milchanlieferungen in der vierten Aprilwoche wieder nach unten. Nach Angaben der dortigen Landesvereinigung der Milchwirtschaft sanken sie gegenüber der Vorwoche um 5%. Der Vorsprung zum Vorjahresmonat schmolz damit auf 2,6%; in der Vorwoche waren es noch 8,6%. Allerdings liegt in dem Bundesland die seit Jahresbeginn kumulierte Anlieferungsmenge noch immer 10% über dem Vorjahresniveau. AgE



