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Blockbutter günstiger gehandelt

Die Notierung für Blockbutter an der Börse in Kempten hat sich bei einer abwartenden Nachfrage verbilligt. Das Preisband wurde am Mittwoch (8.4.) gegenüber der Vorwoche um 10 Cent angehoben und lag bei 4,20 bis 4,45 Euro/kg. Päckchenbutter ging gut in den Markt, wurde von der Notierungskommission aber auf dem Vorwochenniveau von 4,20 bis 4,85 Euro/kg belassen. Auch die Notierung für Emmentaler und Viereckhartkäse in Kempten blieb unverändert; sie stand weiterhin bei 4,90 bis 6,50 Euro/kg. Allgäuer Emmentaler wurde - wie in der Vorwoche - nicht notiert.

 

Bewegung gab es hingegen bei den Käsenotierungen in Hannover. Gouda und Edamer als Blockware wurden am oberen und unteren Ende jeweils um 10 Cent angehoben; damit ergab sich eine Spanne von 3,40 bis 3,60 Euro/kg. Ebenfalls um 10 Cent ging es mit Brotware nach oben; hier pendelte sich der Preis bei 3,50 bis 3,75 Euro/kg ein.

 

Schwächer war das Interesse an Milchpulver für den deutschen Großhandel. Magermilchpulver in Futtermittelqualität wurde um 6 Cent nach unten korrigiert; daraus resultierte ein Preiskorridor von 2,47 bis 2,52 Euro/kg. Bei Ware in Lebensmittelqualität wurde der obere Wert um 3 Cent herabgesetzt. Das Preisband erstreckte sich damit von 2,70 bis 2,85 Euro/kg. Vollmilchpulver verbilligte sich ebenfalls, und zwar um 2 Cent. Hier mussten 3,39 bis 3,50 Euro/kg gezahlt werden.

Kommt die Trendwende?

 

Laut dem Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) haben die Milchanlieferungen in Deutschland Ende März ihren steigenden Trend erstmals unterbrochen und im Vorwochenvergleich um 0,3% nachgeben. Allerdings werde sich erst in den kommenden Wochen zeigen, ob damit die "Milchspitze" überschritten sei, so die Einordnung des Verbandes. Immerhin sei die Vorjahreslinie noch sehr deutlich um 6% übertroffen worden.

Rohstoffwert legt erneut zu

 

Der Kieler Rohstoffwert (KRW), der vom Institut für Ernährungswirtschaft (ife) der Uni Kiel monatlich aus den Notierungswerten für Butter und Magermilchpulver an der Börse Kempten berechnet wird, legte zum zweiten Mal hintereinander zu. Errechnet wurde ein Wert von 37,8 Cent je Kilogramm Milch; gegenüber Februar 2026 waren das 3,9 Cent beziehungsweise rund 11,5% mehr. Im März 2025 stand der Rohstoffwert noch bei 50,6 Cent; innerhalb eines Jahres ist der Wert um 12,8 Cent oder 25,3% gefallen.

Butter an der GDT billiger

 

Deutlich nach unten ging es beim Butterpreis an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) in Neuseeland. Bei der Auktion am Dienstag (7.4.) gab die Butternotierung im Vergleich zum Termin Mitte März um 10% auf 6.181 Euro/t nach. Damit wurde die seit Mitte Dezember 2025 zu beobachtenden Aufwärtsbewegung erst einmal gestoppt. Innerhalb von drei Monaten war der Butterpreis an der GDT um 37% nach oben gegangen.

 

Auch die Pulverpreise an der GDT gaben nach, allerdings nur unwesentlich. Magermilchpulver wurde für 2.892 Euro/t gehandelt; das waren 0,8% weniger als beim vorangegangenen Termin. Vollmilchpulver verbilligte sich um 0,6% auf 3.154 Euro/t. AgE